Marktkommentar - News für KW 22/2021 - Region Schleswig-Holstein


Richtung gesucht (6. Juni 2021)

Auf vielen Standorten der Nordhalbkugel hat es in den vergangenen Monaten geregnet und die Vegetationsentwicklung wird vielerorts als gut beurteilt. Nur auf wenigen Standorten in Nordamerika und Europa wurde in den vergangenen Monaten eine zu kalte und zu trockene Witterung gemeldet. Damit sind weltweiten Ernteaussichten auf den ersten Blick gut. Die Marktanalysten sprechen bereits von einer Rekordernte. Trotz der hohen Erwartungen an die Ernte 2021 spielen die Kurse weltweit Jojo. Auf Tagen mit einem starken Aufwärtstrend folgen wieder Tage mit einem ebenso starken Kursverlust. Auch innerhalb eines Tages sind Kursschwankungen von 5 €/t und an manchen Tagen von 10 €/t keine Seltenheit. Allein beim Raps in Paris schwankte der Augustkurs im Mai zwischen 501 und 555 €/t. Am Ende der ersten Juniwoche schloss er bei 537 €/t. Der Septemberweizen bewegte sich zwischen 205 und 232 €/t und schloss mit 215 €/t. Ähnliche Kursbewegungen können in den USA, Kanada und in Malaysia beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund werden die aktuellen Entwicklungen der regionalen und globalen Märkte diskutiert.

Hohe Preisdifferenz zwischen Ernte 20 und Ernte 21

Weltweit bleibt Getreide knapp

Mehr Getreide in der EU-27

Unsicheres Angebot bei Ölsaaten

Schlussfolgerungen

Gute Ernteaussichten auf der Nordhalbkugel (23. Mai 2021)

Nach dem Höhenflug im April und der ersten Maihälfte haben sich weltweit die Kurse an den Agrarbörsen wieder beruhigt. Der starke Aufwärtstrend bei Getreide und Ölsaaten scheint vorerst gebrochen zu sein. Es wird bereits befürchtet, dass nach dem Kurshoch der Abwärtstrend eingeleitet wurde. Seit Anfang April stieg der Augustraps innerhalb von sechs Wochen um 120 €/t auf 555 €/t und der Septemberweizen um 40 €/t auf 232 €/t. Insbesondere die niedrigen weltweiten Vorräte und die ungewisse Witterungsentwicklung auf der Nordhalbkugel haben die Kursphantasie getrieben. In der zweiten Maihälfte fielen nach einem guten Start der Vegetation bei Getreide und Raps die Kurse wieder um 20 €/t. Im Gegensatz zum Kursrückgang für die heranwachsende Ernte 2021 blieb der Kurs für den Junimais 21 auf hohem Niveau. Gegenüber dem Kurshoch am 7. Mai von 263 €/t gab er in den folgenden zwei Wochen lediglich um 9 €/t nach. Auch auf den regionalen Märkten fielen die Preise für Weizen, Futtergerste und Mais im Gegensatz zur Börse nur um 5 bis 15 €/t, während die Roggenpreise ihr Niveau halten konnten. Dies bestätigt einmal mehr, dass europaweit die Versorgungslage bis zur Ernte 2021 knapp ist.

Weltweite Rekordernte

Höhere EU-Getreideernte

Die Witterungsaussichten

Schlussfolgerung für die Vermarktung

 

Vorsicht bei weiteren Verkaufsabschlüssen (9. Mai 2021)

Verwirrt blicken die Marktteilnehmer auf die Kursentwicklung für der heranwachsenden Ernte 2021. Die Kurse steigen für Getreide und Ölsaaten auf beiden Seiten des Atlantiks von Woche zu Woche von einem Kurshoch zum nächsten. Der Aufwärtstrend scheint ungebrochen. In Chicago stiegen die Kurse in den letzten vier Wochen für Sojabohne, Weizen und Mais um 20 bis 30 %. Vor allem der Ölsaatenmarkt kennt keine Grenzen. Der Augustraps in Paris erreichte in der ersten Maiwoche einen Kurs von 540 €/t. Ab Station berichten Landwirte von Preisen zwischen 505 und 525 €/t. Liefervertragspreise über 500 €/t vor der Ernte wurden in Deutschland den Landwirten bisher noch nie geboten. Auch die Weizen- und Maiskurse in Paris stiegen im vergangenen Monat steil an. Der Septemberweizen stieg um 35 €/t auf 232 €/t und der Novembermais um ebenfalls 35 €/t auf 225 €/t. Im Gegensatz zum Raps waren die Preisnennungen für Mais und Weizen ab Station von 190 bis 215 €/t seitens des Handels und der Verarbeiter deutlich vorsichtiger. Angesichts hoher Verkaufsquoten stehen Landwirte fragend vor der aktuellen Entwicklung und deren Bedeutung für die weitere Vermarktung. Sie haben Angst, die hohen Preise angesichts der Ernteerwartung in Europa zu verpassen. Im Folgenden wird die aktuelle Marktlage analysiert.

Zu wenig Mais

Rohstoffe und Aktien weltweit im Aufwärtstrend

Schlussfolgerung für die Vermarktung