Marktkommentar - News für KW 21/2021 - Region Schleswig-Holstein


Gute Ernteaussichten auf der Nordhalbkugel (23. Mai 2021)

Nach dem Höhenflug im April und der ersten Maihälfte haben sich weltweit die Kurse an den Agrarbörsen wieder beruhigt. Der starke Aufwärtstrend bei Getreide und Ölsaaten scheint vorerst gebrochen zu sein. Es wird bereits befürchtet, dass nach dem Kurshoch der Abwärtstrend eingeleitet wurde. Seit Anfang April stieg der Augustraps innerhalb von sechs Wochen um 120 €/t auf 555 €/t und der Septemberweizen um 40 €/t auf 232 €/t. Insbesondere die niedrigen weltweiten Vorräte und die ungewisse Witterungsentwicklung auf der Nordhalbkugel haben die Kursphantasie getrieben. In der zweiten Maihälfte fielen nach einem guten Start der Vegetation bei Getreide und Raps die Kurse wieder um 20 €/t. Im Gegensatz zum Kursrückgang für die heranwachsende Ernte 2021 blieb der Kurs für den Junimais 21 auf hohem Niveau. Gegenüber dem Kurshoch am 7. Mai von 263 €/t gab er in den folgenden zwei Wochen lediglich um 9 €/t nach. Auch auf den regionalen Märkten fielen die Preise für Weizen, Futtergerste und Mais im Gegensatz zur Börse nur um 5 bis 15 €/t, während die Roggenpreise ihr Niveau halten konnten. Dies bestätigt einmal mehr, dass europaweit die Versorgungslage bis zur Ernte 2021 knapp ist.

Weltweite Rekordernte

Höhere EU-Getreideernte

Die Witterungsaussichten

Schlussfolgerung für die Vermarktung

 

Vorsicht bei weiteren Verkaufsabschlüssen (9. Mai 2021)

Verwirrt blicken die Marktteilnehmer auf die Kursentwicklung für der heranwachsenden Ernte 2021. Die Kurse steigen für Getreide und Ölsaaten auf beiden Seiten des Atlantiks von Woche zu Woche von einem Kurshoch zum nächsten. Der Aufwärtstrend scheint ungebrochen. In Chicago stiegen die Kurse in den letzten vier Wochen für Sojabohne, Weizen und Mais um 20 bis 30 %. Vor allem der Ölsaatenmarkt kennt keine Grenzen. Der Augustraps in Paris erreichte in der ersten Maiwoche einen Kurs von 540 €/t. Ab Station berichten Landwirte von Preisen zwischen 505 und 525 €/t. Liefervertragspreise über 500 €/t vor der Ernte wurden in Deutschland den Landwirten bisher noch nie geboten. Auch die Weizen- und Maiskurse in Paris stiegen im vergangenen Monat steil an. Der Septemberweizen stieg um 35 €/t auf 232 €/t und der Novembermais um ebenfalls 35 €/t auf 225 €/t. Im Gegensatz zum Raps waren die Preisnennungen für Mais und Weizen ab Station von 190 bis 215 €/t seitens des Handels und der Verarbeiter deutlich vorsichtiger. Angesichts hoher Verkaufsquoten stehen Landwirte fragend vor der aktuellen Entwicklung und deren Bedeutung für die weitere Vermarktung. Sie haben Angst, die hohen Preise angesichts der Ernteerwartung in Europa zu verpassen. Im Folgenden wird die aktuelle Marktlage analysiert.

Zu wenig Mais

Rohstoffe und Aktien weltweit im Aufwärtstrend

Schlussfolgerung für die Vermarktung