Marktkommentar - News für KW 19/2021 - Region Schleswig-Holstein


Vorsicht bei weiteren Verkaufsabschlüssen (9. Mai 2021)

Verwirrt blicken die Marktteilnehmer auf die Kursentwicklung für der heranwachsenden Ernte 2021. Die Kurse steigen für Getreide und Ölsaaten auf beiden Seiten des Atlantiks von Woche zu Woche von einem Kurshoch zum nächsten. Der Aufwärtstrend scheint ungebrochen. In Chicago stiegen die Kurse in den letzten vier Wochen für Sojabohne, Weizen und Mais um 20 bis 30 %. Vor allem der Ölsaatenmarkt kennt keine Grenzen. Der Augustraps in Paris erreichte in der ersten Maiwoche einen Kurs von 540 €/t. Ab Station berichten Landwirte von Preisen zwischen 505 und 525 €/t. Liefervertragspreise über 500 €/t vor der Ernte wurden in Deutschland den Landwirten bisher noch nie geboten. Auch die Weizen- und Maiskurse in Paris stiegen im vergangenen Monat steil an. Der Septemberweizen stieg um 35 €/t auf 232 €/t und der Novembermais um ebenfalls 35 €/t auf 225 €/t. Im Gegensatz zum Raps waren die Preisnennungen für Mais und Weizen ab Station von 190 bis 215 €/t seitens des Handels und der Verarbeiter deutlich vorsichtiger. Angesichts hoher Verkaufsquoten stehen Landwirte fragend vor der aktuellen Entwicklung und deren Bedeutung für die weitere Vermarktung. Sie haben Angst, die hohen Preise angesichts der Ernteerwartung in Europa zu verpassen. Im Folgenden wird die aktuelle Marktlage analysiert.

Zu wenig Mais

Rohstoffe und Aktien weltweit im Aufwärtstrend

Schlussfolgerung für die Vermarktung


 

­Kursfeuer rund um den Globus (25. April 2021)

 Die dritte Aprilwoche 21 wird vielen Marktteilnehmern lange in Erinnerung bleiben. Der Mairaps in Paris kletterte am 22. April gegen 18 Uhr auf sein Allzeithoch von 605 €/t und der Augustraps auf ein Allzeithoch vor der Ernte von 510 €/t. Der eingelagerte Raps war bis auf kleinere Restmengen bereits verkauft. Landwirte berichten von 530 bis 540 €/t für die Restpartien. Für die heranwachsende Ernte wurden Preise ab Station von 485 bis 500 €/t geboten. Die Mehrzahl der Landwirte hat bereits 30 bis 50 % der Ernte verkauft. Auch die Weizenkurse zogen nach der Kursdelle im März wieder an. Im April stieg der Maiweizen um 30 €/t auf 236 €/t und der Septemberweizen um 25 €/t auf 219 €/t. Während für die eingelagerte Ware wieder Preise oberhalb von 220 €/t im Gespräch waren, übersprang der Weizen ex neue Ernte regional die Marke von 200 €/t und für Gerste 180 €/t. Auch beim Weizen sind aufgrund der hohen Preisgebote in den Wintermonaten für die Ernte 21 bereits 10 bis 30 % verkauft. Einige Betriebe erreichen bei Weizen und Gerste bereits eine Quote von 50 %. Die Landwirte hadern mit ihrer hohen Verkaufsquote. Sie würden gerne die hohen Preise sichern, haben aber gleichzeitig Angst, wieder zu früh zu verkaufen und bei einer anhaltenden Trockenheit oder Hitzewelle im Mai und Juni ihre hohen Lieferverpflichtungen nicht einhalten zu können. Im Folgenden wird der Markthintergrund des Kursfeuers sowie Vermarktungsstrategien erläutert, die eine Balance zwischen Risiko und Chance beinhalten.

Die weltweite Witterung

Enge Versorgungslage

Balance zwischen Risiko und Sicherheit in der Vermarktung

Schlussfolgerung

Kurse wieder im Aufwärtstrend (14. April 2020)

Am heutigen Mittwoch stieg der Maiweizen auf 221 €/t und der Septemberweizen auf 205 €/t. Der Mairaps legte um 2 €/t auf 507 €/t zu und der Augustraps um 8 €/t auf 468 €/t. Zwischenzeitlich war die Ernte 21 sogar auf 473 €/t gestiegen. Auch in den USA sind die Kurse für Getreide und Ölsaaten gestiegen. Wie bereits im Marktbericht am Wochenende berichtet, reagiert der Markt sehr schnell auf neue Meldungen. Durch die hohe Nachfrage und niedrige Vorräte ist jede Hiobsbotschaft über eine niedrigere Ernte 2021 ein Grund für Kurssteigerungen.  In Frankreich wird neben den Zuckerrüben von Frostschäden im Raps berichtet.  Aufgrund der Witterung werden mögliche Produktionsausfälle auch aus den USA und Russland gemeldet. Sollten sich die Meldungen bestätigen, werden die Kurssteigerungen sich auch an den regionalen Märkten widerspiegeln. Rapspreise ab Station von 460 €/t und Weizenpreise von 195 €/t für die Ernte 2021 sind greifbar. Auf diesem Niveau ist es ratsam die Verkäufe fortzusetzen. Es ist zu empfehlen weitere 5 bis 10 % zu verkaufen.