Marktkommentar - News für KW 24/2021 - Region Schleswig-Holstein


Richtung gesucht (6. Juni 2021)

Auf vielen Standorten der Nordhalbkugel hat es in den vergangenen Monaten geregnet und die Vegetationsentwicklung wird vielerorts als gut beurteilt. Nur auf wenigen Standorten in Nordamerika und Europa wurde in den vergangenen Monaten eine zu kalte und zu trockene Witterung gemeldet. Damit sind weltweiten Ernteaussichten auf den ersten Blick gut. Die Marktanalysten sprechen bereits von einer Rekordernte. Trotz der hohen Erwartungen an die Ernte 2021 spielen die Kurse weltweit Jojo. Auf Tagen mit einem starken Aufwärtstrend folgen wieder Tage mit einem ebenso starken Kursverlust. Auch innerhalb eines Tages sind Kursschwankungen von 5 €/t und an manchen Tagen von 10 €/t keine Seltenheit. Allein beim Raps in Paris schwankte der Augustkurs im Mai zwischen 501 und 555 €/t. Am Ende der ersten Juniwoche schloss er bei 537 €/t. Der Septemberweizen bewegte sich zwischen 205 und 232 €/t und schloss mit 215 €/t. Ähnliche Kursbewegungen können in den USA, Kanada und in Malaysia beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund werden die aktuellen Entwicklungen der regionalen und globalen Märkte diskutiert.

Hohe Preisdifferenz zwischen Ernte 20 und Ernte 21

Weltweit bleibt Getreide knapp

Mehr Getreide in der EU-27

Unsicheres Angebot bei Ölsaaten

Schlussfolgerungen

Gute Ernteaussichten auf der Nordhalbkugel (23. Mai 2021)

Nach dem Höhenflug im April und der ersten Maihälfte haben sich weltweit die Kurse an den Agrarbörsen wieder beruhigt. Der starke Aufwärtstrend bei Getreide und Ölsaaten scheint vorerst gebrochen zu sein. Es wird bereits befürchtet, dass nach dem Kurshoch der Abwärtstrend eingeleitet wurde. Seit Anfang April stieg der Augustraps innerhalb von sechs Wochen um 120 €/t auf 555 €/t und der Septemberweizen um 40 €/t auf 232 €/t. Insbesondere die niedrigen weltweiten Vorräte und die ungewisse Witterungsentwicklung auf der Nordhalbkugel haben die Kursphantasie getrieben. In der zweiten Maihälfte fielen nach einem guten Start der Vegetation bei Getreide und Raps die Kurse wieder um 20 €/t. Im Gegensatz zum Kursrückgang für die heranwachsende Ernte 2021 blieb der Kurs für den Junimais 21 auf hohem Niveau. Gegenüber dem Kurshoch am 7. Mai von 263 €/t gab er in den folgenden zwei Wochen lediglich um 9 €/t nach. Auch auf den regionalen Märkten fielen die Preise für Weizen, Futtergerste und Mais im Gegensatz zur Börse nur um 5 bis 15 €/t, während die Roggenpreise ihr Niveau halten konnten. Dies bestätigt einmal mehr, dass europaweit die Versorgungslage bis zur Ernte 2021 knapp ist.

Weltweite Rekordernte

Höhere EU-Getreideernte

Die Witterungsaussichten

Schlussfolgerung für die Vermarktung