Marktkommentar - News für KW 15/2020 - Region Schleswig-Holstein


Viele Fragenzeichen bei Ölsaaten (5. April 2020)

Ausgehend vom Pflanzenölmarkt wurde die Preiskrise für Ölsaaten weltweit durch die Ausbreitung des Corona-Virus eingeleitet. Der Abwärtstrend begann mit der Ausbreitung des Virus Mitte Januar. Im Rotterdam Seehafen fiel der Preis für Palmöl bis Anfang April um 150 €/t, das Sojaöl um 200 €/t und das Rapsöl um 165 €/t. Im gleichen Zeitraum verlor der Rohölpreis 31 $ pro Barrel bzw. 200 €/t. Ein leichtes Gegengewicht bildeten die zuletzt gestiegenen Preise für Ölschrote. Der dramatische Verlust der Preise für Pflanzenöle hat sich auf die Ölsaaten übertragen. Der Kurs für die Sojabohne in Chicago gab von Mitte Januar bis Anfang April um 38 $/t und der Raps in Paris um 53 €/t nach. Der Ölsaatenmarkt zeigte in den vergangenen Wochen auf dem Weg nach unten an einigen Tagen sehr hohe Kursschwankungen, die von politischen Meldungen insbesondere aus den USA und durch die hohen Währungsschwankungen ausgelöst wurden. Die aktuelle weltweite Krise wird auch in den kommenden Monaten den Markt begleiten. Im Folgenden werden für die Ölsaaten die Veränderungen auf der Angebots- und Nachfrageseite analysiert.

Starker Einbruch für Biokraftstoffe

Steigende Preise für Ölschrote

Rekordernte mit Hindernissen

Weniger Palmöl

Mehr Raps weltweit

Schlussfolgerung

Agrarmärkte: Nichts für schwache Nerven (22. März 2020)

Bekanntlich ist Panik ein schlechter Ratgeber. Angesichts der Kursbewegungen an den Börsen in den vergangenen zwei Wochen ist es schwer die Ruhe zu bewahren. Das JoJo an den Agrarbörsen ließ im rasanten Abwärtstrend am 16. März, dem zweiten „Black Monday“, mit einem Kurstief beim Mairaps von 332 €/t in Paris und beim Maiweizen von 175 €/t die Nerven flattern. Dem Gefühl von „Nichts geht mehr“ folgte im Laufe der Woche wieder ein Hoffnungsschimmer. Bis zum Ende der dritten Märzwoche stieg der Mairaps auf 349 €/t und der Maiweizen auf 191 €/t. Im Folgenden werden die Hintergründe für das Auf und Ab analysiert und Handlungsempfehlungen für die kommenden Wochen diskutiert.

Große Schwankungen an den Agrarmärkten

EU-Getreide weiterhin gefragt

Unterschiedliche Nachfrage am Binnenmarkt

Ölpreis belastet Ölsaaten und Mais

Steigende Sojaschrotpreise

Schlussfolgerung

Kurseinbruch rund um den Globus (9. März 2020)

Rund um den Globus hat die Unsicherheit sehr stark zu genommen. Deutlich wird es besonders am Ausnahmezustand in Norditalien. Die Dämme scheinen gebrochen. Die Aktien- und Rohstoffmärkte sind eingebrochen. In Paris fiel am heutigen Montag bis 14:00 der Raps um 8 – 10 €/t. Der Mairaps lag bei 368 €/t und der Augustraps bei 361 €/t. Die Ölmühlen nennen Preise von 370 bis 377 €/t.  Der auslaufende Märzweizen gab um 9,5 €/t (auslaufender Kontrakt, daher sollte er nicht beachtet werden) auf 174 €/t nach, der Maiweizen um 4 €/t  (178 €/t) und der Septemberweizen um 3 €/t auf 175 €/t. In Hamburg fiel der Weizen um 7 €/t auf 183 €/t und die Futtergerste ......