Marktkommentar - News für KW 09/2021 - Region Schleswig-Holstein


Wenn oben ist, wird nicht geklingelt (28. Februar 21)

Der tägliche oder manchmal stündliche Blick zur Börse führte bei den Verkäufern zu einem Lächeln im Gesicht. Gleichzeitig wird einem bei den täglichen Schwankungen schwindelig. Am 25. Februar stieg der Mairaps nach Börseneröffnung um 12 €/t auf 493 €/t. In den kommenden zwei Stunden fiel er wieder um 13 €/t, um bis zum Börsenschluss wieder auf 488 €/t zu steigen. Gegenüber dem Vortag blieb ein Plus von 3 €/t. Das Auf und Ab ist ein El Dorado für Daytrader. Durch den ständigen Wechsel kann am Tag viel Geld gewonnen, aber auch verloren werden. Insgesamt steigt der Mairaps in der letzten Februarwoche um 30 €/t auf 492 €/t und der Märzweizen um 6 €/t auf 245 €/t. Die Mehrzahl der Landwirte hat ihr Getreide und den Raps stetig über die vergangenen Monate verkauft. Sie haben häufig nur noch 15 bis 25 % im Lager. Viele Landwirte haben sogar in der Januarhausse ihre Läger geräumt. Für die Restvermarktung stellt sich die Frage, wie lange der Aufwärtstrend halten wird. Aber auch für den Abschluss von Lieferverträgen für Getreide und Raps der Ernte 2021 ist der Vermarktungszeitpunkt und die Vertragsmenge zu prüfen. Im Schatten der eingelagerten Ware 2020 ist der Augustraps 21 auf 424 €/t und der Septemberweizen auf 200 €/t gestiegen.

Preistreiber: Weltmarkt

US-Vorräte schmelzen ab

Ölsaatenvorräte weltweit zu niedrig

Wie geht es weiter?

Schlussfolgerung

 

 

Paris: Raps auf dem Weg zu 500 €/t? (14. Februar 2021)

Der Ölsaatenmarkt setzte seit Jahresbeginn seinen Aufwärtstrend rund um den Globus fort. Vor einem Jahr galt die Versorgungslage aufgrund der hohen Vorräte als gut. Die Marktteilnehmer waren der Meinung, dass die Käufer jeden Tag ihren Nachfragewunsch am Markt decken können. Die knappe Rapsversorgung wurde durch die Sojabohne und die Sonnenblume ausgeglichen. Diese Situation hat sich seitdem von Monat zu Monat leicht verändert. Die Sojabohnenkurse in Chicago sind in den vergangenen sechs Monaten von 330 $/t auf 475 $/t gestiegen. Mitte Januar wurde sogar ein Kurshoch von 525 $/t erreicht. Am europäischen Rapsmarkt fiel die Kursrallye etwas verhaltender aus. Der Mairaps 2021 kletterte von 377 €/t im letzten Jahr um 73 €/t auf knapp 450 €/t. Eine weltweite starke Nachfrage bei einer unsicheren Angebotslage hat zu der grundlegend veränderten Marktsituation geführt. In den Jahren 2008, 2010 und 2012 übersprang der Kurs in Paris die Marke von 500 €/t. Einige Landwirte erinnern sich an Gutschriften des Handels mit Durchschnittspreisen inklusive Öl von 500 €/t. Kann sich diese Situation im Frühjahr 2021 wiederholen?

Knappheit bestimmt den Preis

Sinkende Vorräte

Regen in Südamerika

Pflanzenöle auf Rekordniveau

Kanadischer Raps an der 500-€-Marke

Schlussfolgerung für die Vermarktung