Pflanze Aktuell - News für KW 38/2017 - Region Schleswig-Holstein


Saatzeiten Weizen 2017

Die anhaltenden Niederschläge führen auch bei der Weizenaussaat zu zum Teil ungünstigen Bedingungen. Beachten Sie bei der Saatstärke, dass durch eine schlechte Bodenstruktur der Feldaufgang reduziert sein könnte. Passen Sie die Saatstärke bei ungünstigen Bedingungen nach oben an. In den folgenden Tabellen geben wir Ihnen regionsspezifische Sortenempfehlungen in Verbindung mit Saatstärke und Saatzeit. Die Angaben beziehen sich dabei auf günstige Saatbettbedinungen und beschreiben die Zielpflanzenzahl. Achten Sie in diesem Jahr besonders auf die angegebene Keimfähigkeit und das TKG des Saatgutes! Beide Parameter sind in diesem Jahr teilweise sehr niedrig.

Bewachsener Randstreifen bei Hangneigung über 2% (20.09.2017)

Einige Pflanzenschutzmittel haben die Auflage, die auf Flächen mit Hanglagen (>2% Steigung) und Gewässer, je nach Bodenbearbeitung, einen bewachsenen Randstreifen erfordert. Mit den Vorarbeiten zur Getreideaussaat sollte dies bereits berücksichtigt werden. Gegeben falls ist es sinnvoll auf diesen Hangflächen, die an ein Gewässer angrenzen, jetzt einen Streifen unbearbeitet liegen zu lassen. Beachten Sie dazu aber die Hinweise unter dem Punkt „Was zählt als Randstreifen mit geschlossener Pflanzendecke?“. Denn anders als bei den Gewässerrandauflagen geht es nicht nur um eine reine Auslassung, es muss gewährleistet sein, dass bei Niederschlägen ein Verfrachten der Wirkstoffe in das Gewässer durch einen Schutzstreifen verhindert wird..

Aufbrauchfrist für IPU-haltige PSM endet am 30.09.2017

Am 30.09.2017 endet die Aufbrauchfrist für alle Isoproturonhaltigen (IPU) Pflanzenschutzmittel! Danach müssen die Restmengen als Sondermüll zur Entsorgung gebracht werden.

Zum Beispiel: Arelon Top, Protugan, Fenikan, Herbaflex,...

Als "Ersatz" für Isoproturon rückt damit das...

Sclerotinia-Befall zur Ernte 2017

Viele Flächen und Regionen haben mit Sclerotiniabefall zu kämpfen gehabt. Die Wirkung der Fungizide hat – je nach Applikationstermin – nicht immer gereicht. Zudem gibt es mittlerweile Nachweise von Resistenzen.

Ist eine tiefere Stoppelbearbeitung nach der Rapsernte noch nicht erfolgt, bieten gerade die feucht-kühlen  Witterungsbedingungen gute Einsatzmöglichkeiten für Contans (Ungarn: Coni).

Aktuelle Hinweise zu Winterraps (20.09.2017)

Die Entwicklung von Winterraps hängt in diesem Jahr wiedereinmal etwas hinterher. Durch die zum Teil späte Ernte der Vorfrüchte aber auch durch die Niederschläge Ende August, verzögerte sich die Aussaat in vielen Bereichen Deutschlands. Die kühle Witterung im Spermber brachte bisher auch keinen Ausgleich in der Entwicklung. Derzeit befindet sich ein großteil der Rapsflächen am Übergang von Keimblatstadium bis 2 Laubblättern. 

  • Schädlinge (Erdfloh, Blattläuse und Schnecken)
  • Stickstoffdüngung
  • Krankheiten

 

 

 

Blattläuse im neuen Getreide (19.09.2017)

Nachdem es in diesem Frühjahr im Getreide und Zuckerrüben geringe Probleme mit Blattläusen gab, sitzen nun die Maisflächen voll. Beobachten Sie Ihre neu bestellten Schläge genau. Häufig treten Blattläuse als erstes...

Schlechte Keimfähigkeit und Triebkraft von Saatgut 2017

Aufgrund der schwierigen Erntebedingungen vor allem Norddeutschland erreichen uns Hinweise, dass in diesem Jahr die Keimfähigkeit und die Triebkraft von Saatgutpartien zum Teil ...

Deklaration von Schwefel (S) in Düngemitteln jetzt teilweise in Oxidform !

Bislang wurde Schwefel auf den Verpackungen der Düngemittel in Form von elementarem Schwefel (S) angegeben. Jetzt tauchen innerhalb der EU schwefelhaltige Düngemittel auf, bei denen der Gehalt als Oxidform (Schwefeltrioxid SO3) ausgewiesen ist. Der Bedarf für die Pflanzen ist bisher immer als Gesamt-Schwefel angesprochen worden. Bspw. Raps hat je nach Standort und Ertragspotenzial einen Bedarf von 40-50 kg Schwefel pro Hektar. Dieser wird mit 2 dt/ha SSA gedeckt (48 kg Schwefel / ha). SSA wurde bisher als 21 (N) / 24 (S) deklariert, es können jetzt durchaus Chargen auftreten die die Bezeichnung SSA 21 / 60 tragen und im evtl. kleingedruckten der Vermerk enthalten ist, dass es sich um die Menge Schwefeltrioxid handelt.

Der Umrechnungsfaktor von SO3 zu S beträgt: kg SO3 x 0,4 = kg S.

Entscheidend ist es darauf zu achten welche Angaben auf zu dem verwendenden Produkt steht und dementsprechend um zu rechnen, damit die Pflanzen den tatsächlichen Bedarf an Schwefel auch erhalten.

Bodenbearbeitung unter nassen Bedingungen 2017

Der Sommer 2017 war in vielen Regionen sehr feucht. Darunter hat die Ernte und deren Ablauf stark gelitten. Jetzt stellt sich die große Herausforderung bei der Frage nach der optimalen Bodenbearbeitung

In zwei Videos wird anschaulich erklärt, wie unter nassen Bedingungen eine Stoppelbearbeitung nach der Ernte von Winterraps aussehen kann und wie eine Bodenbearbeitung vor der Rapssaat gestaltet werden sollte.

Bodenbearbeitung zur Rapssaat

 

Bodenbearbeitung nach der Rapsernte