Marktkommentar - News für KW 51/2020 - Region Schleswig-Holstein


Getreidemarkt: Richtung gesucht (13. Dezember 2020)

Seit Monatsbeginn sind die weltweiten Getreide- und Ölsaatenmärkte in Bewegung geraten. In Paris fiel der Märzweizen zunächst auf eines Zweimonatstief von 201 €/t, um anschließend innerhalb von vier Tagen wieder auf 210 €/t zu steigen. Auch der Januarmais stieg nach einem kurzem Zwischentief wieder um 5 €/t auf 191 €/t. Damit folgte Paris der Entwicklung in Chicago. Dort verlor der Märzweizen zunächst 16 $/t, um anschließend wieder um den gleichen Betrag zu steigen. Der US-Mais bewegte sich im gleichen Zeitraum bei einem Kurs von 166 $/t seitwärts. Auch der Ölsaatenmarkt blieb in Bewegung. Im Sog der rückläufigen Sojabohnenkurse in den USA verlor der Februarraps gegenüber dem Kurshoch von 415 €/t am 23. November zunächst 12 €/t um anschließend wieder um 5 €/t zu steigen. Eine hohe australische Weizenernte, Regen in Südamerika, ein stärker werdender Euro und die weltwirtschaftliche Lage in Coronazeiten führen zu starker Verunsicherung der Weltmärkte nach dem Höhenflug der vergangenen Monate. Bei der Suche der Marktrichtung geht der Blick besonders auf den am 10. Dezember erschienenen Bericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, USDA.

Steigende chinesische Importe

Hohe Exporte aus dem Ostseeraum

Ausblick auf die Ernte 2021

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Ölsaatenmarkt: Anhaltender Aufwärtstrend (29. November 2020)

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie trug der weltweite Ölsaatenmarkt Trauerflor. Die Kurse an den Börsen fielen von Januar bis Mitte März 2020. Ausgehend vom Rückgang des Rohölpreises um zwischenzeitlich 70 % fiel der Kurs für Sojaöl um 28 %, für die Sojabohne um 12 % und der Rapskurs um 20 %.  In Paris wurden am 16. März nur noch 335 €/t für den eingelagerten Raps gezahlt. Daraus leiteten sich Preise ab Hof von 310 bis 325 €/t ab. Neun Monate später ist die Markteinschätzung auf den Kopf gestellt. Die Kurse für Sojaöl und die Sojabohne haben in den USA bereits das alte 5-Jahreshoch aus Dezember 2016 überschritten und in Paris nähert sich der Rapskurs dem Höchststand vom 27. Januar 2017 in Höhe von 428 €/t. Trotz der Coronakrise mit regionalen Lock-down und einer damit verbundenen Krise der Weltwirtschaft scheinen die Preise insbesondere für Ölsaaten unaufhaltsam zu steigen. In diesem Beitrag wird die veränderte Marktsituation beschrieben und die Entwicklung für die kommenden Monate abgeschätzt.

Optimismus statt Pessimismus

China wieder in der Erfolgsspur

Knappe Sonnenblume

Günstiger Raps

Vermarktung der Ernte 21

Schlussfolgerung für die Vermarktung