Marktkommentar - News für KW 51/2019 - Region Schleswig-Holstein


Weizen im Licht der Exportmärkte (20. Dezember2019)

Nach dem Dürrejahr 2018 hatte sich mit Beginn der Ernte 2019 weltweit der Getreidemarkt beruhigt. Einige Marktbeteiligten sahen nach der Ernte dunkle Wolken und die Gefahr einer Absatzkrise aufziehen. Die Getreidemärkte haben sich nach der kurzen Preiskrise im Spätsommer wieder erholt. Seit dem Kurstief Anfang September mit 170 €/t ist der Märzweizen in Paris auf 186 €/t Ende der dritten Dezemberwoche angestiegen. In Chicago stieg im gleichen Zeitraum der Weizen um 32 $/t auf 201 $/t. Die Preissteigerungen zeigen sich auch an den regionalen Märkten. Vor allem in den Küstenregionen wurde Weizen stark nachgefragt. So werden ab Station in Nähe zu den Ostseehäfen Preise zwischen 178 €/t und 183 €/t im Binnenland Preise von 170-175 €/t genannt.

Hohes Exporttempo

Vorräte überbewertet

Problematische Maisernte in den USA

Schlussfolgerung

Erschwerte Weizenaussaat

Raps im Aufwind (15. Dezember 2019)

Am Rapsmarkt ist in den vergangenen Wochen einen Höhenflug zu beobachten. Seit Ende Oktober ist der Kurs für den Februarraps an der Matif in Paris bis Mitte Dezember um 20 €/t auf die magische Hürde von 400 €/t gestiegen. Die Ölmühlen zahlen Lieferung Dezember aktuell Preisaufschläge von 5 €/t gegenüber Paris. Für Lieferung Februar werden sogar Preise von 410 €/t genannt. Landwirte erhalten einschließlich Bonifikation bereits um die 400 €/t ab Station. Der Mairaps wird mit 394 €/t mehr als 5 €/t unterhalb des Frontmonats gehandelt. Diese inverse Preiskonstellation ist stärker ausgeprägt als in Normaljahren. Im Folgenden werden die Gründe für das hohe Preisniveau sowie der inversen Preisstruktur erläutert und eine Empfehlung für die Vermarktung abgeleitet.

Europäische Ware gesucht

Dürre in Australien

Diskussion um Canola

Preisanstieg beim Palmöl

Beilegung des Handelsstreits?

Niedrige Rapsaussaat 2020

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Positive Stimmung am Weizenmarkt setzt sich fort (1. Dezember 2019)

Die ersten zwei Novemberwochen bewegte sich der Kurs für den Dezemberweizen bei um die 177 €/t seitwärts. In der zweiten Novemberhälfte stieg der Kurs um fast 10 €/t auf 186 €/t an. Damit ist fast das Niveau vom Juni 2019 erreicht. Die Getreidepreise in der EU folgen damit den Vorgaben aus Übersee. So stieg der Kurs für den Dezemberweizen in Chicago um umgerechnet 15 €/t auf 183 €/t. Der Anstieg der Weizenkurse hat sich auch auf den regionalen Markt übertragen. So werden ab Station Preise für Brotweizen zwischen 170 und 175 €/t genannt. Der europäische Maismarkt bewegte zwischen dem weltweit steigenden Weizenmarkt und dem US-Maismarkt, der im November um 8 $/t auf 145 $/t (133 €/t) gefallen ist. Der Januarmais in Paris wurde im November stabil zwischen 163 und 166 €/t gehandelt. Im Folgenden werden die Faktoren für die aktuelle Entwicklung der Getreidemärkte erläutert.  

Hohe EU-Exporte

Hohe Exporte aus der Schwarzmeerregion und den USA

Schwierigkeiten in Argentinien und Australien

Verspätete US-Maisernte

Ernte 2020 schon im Blickfeld

Schlussfolgerung