Marktkommentar - News für KW 51/2018 - Region Schleswig-Holstein


Positive Stimmung am Getreidemarkt (16. Dezember 2018)

Im Gegensatz zu einer ruhigen und besinnlichen Adventszeit sind die Getreidemärkte Mitte Dezember nach einer anhaltenden Seitwärtsbewegung leicht in Schwung gekommen. Seit dem Kurstief in Paris Mitte November in Höhe von 200 €/t ist der Kurs des Märzweizens in der dritten Adventswoche auf 207 €/t gestiegen. In den deutschen Exporthäfen wurde für Brotweizen zwischen 206 und 210 €/t gezahlt. Ab Station berichten Landwirte in Küstennähe mittlerweile von Preisen zwischen 200 und 205 €/t. Auch in den westdeutschen Verbrauchsregionen wurden die Preise angehoben. Am Oberrhein notiert der Brotweizen franko Mühle mittlerweile mit 206 €/t und am Niederrhein mit 215 bis 218 €/t. 

Damit folgte der deutsche Markt in der ersten Dezemberhälfte der Preisentwicklung an den internationalen Märkten. In Chicago stieg der Kurs für den Dezemberweizen um 10 $/t auf 195 $/t. In den Seehäfen am Golf von Mexiko erhöhten die US-Exporteure die Gebote für den Soft Red Winter um 11 $/t auf 228 $/t und für den Hard Red Winter um 16 $/t auf 247 $/t. Auch russischer Weizen ist mittlerweile teuer. In den Schwarzmeerhäfen wurde für Brotweizen Richtung Ägypten Preise fob von 242 $/t genannt. Im französischen Exporthafen Rouen kletterte der Preis auf 239 $/t (212 €/t). Im Folgenden werden die Hintergründe für den Preiusanstieg und die Marktaussichten für die kommenden Wochen analysiert.

Steigende Nachfrage am Weltmarkt

Unsicherheit auf der Südhalbkugel

Reichlich Mais in der Ukraine

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Aufatmen im Handelsstreit (2. Dezember 2018)

Die Welt blickte zum Monatswechsel auf den Weltwirtschaftsgipfel in Argentinien. Mit Spannung wurde das bilaterale Treffen zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi erwartet. Bei einem zweieinhalbstündigen Arbeitsessen  mit argentinischem Steak gab es einen ersten Erfolg im Handelsstreit. Eine weitere Eskalation mit einer sich fortsetzenden Zollspirale konnte abgewendet werden. Es wurde für die nächsten 90 Tage ein „Waffenstillstand“ ohne neue Zölle vereinbart. Die begonnenen Verhandlungen werden in den kommenden 90 Tagen fortgeführt. China hat zugesagt, Agrar-, Energie- und Industriegüter im größeren Umfang in den USA zu kaufen. Damit kehrt ein verhaltender Optimismus in den Welthandel zurück. Auch auf den weltweiten Ölsaatenhandel, insbesondere auf den US-Sojabohnenhandel, der aktuell mit einem Importzoll von 25 % belegt ist, wird eine Annährung zwischen den USA und China positive Preissignale haben.

Sojabohnenhandel mit Hindernissen

Weltweit reichlich Sojabohnen

Raps ist teuer

Ausblick auf die kommende Ernte

Schlussfolgerung