Marktkommentar - News für KW 48/2018 - Region Schleswig-Holstein


Aufatmen im Handelsstreit (2. Dezember 2018)

Die Welt blickte zum Monatswechsel auf den Weltwirtschaftsgipfel in Argentinien. Mit Spannung wurde das bilaterale Treffen zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi erwartet. Bei einem zweieinhalbstündigen Arbeitsessen  mit argentinischem Steak gab es einen ersten Erfolg im Handelsstreit. Eine weitere Eskalation mit einer sich fortsetzenden Zollspirale konnte abgewendet werden. Es wurde für die nächsten 90 Tage ein „Waffenstillstand“ ohne neue Zölle vereinbart. Die begonnenen Verhandlungen werden in den kommenden 90 Tagen fortgeführt. China hat zugesagt, Agrar-, Energie- und Industriegüter im größeren Umfang in den USA zu kaufen. Damit kehrt ein verhaltender Optimismus in den Welthandel zurück. Auch auf den weltweiten Ölsaatenhandel, insbesondere auf den US-Sojabohnenhandel, der aktuell mit einem Importzoll von 25 % belegt ist, wird eine Annährung zwischen den USA und China positive Preissignale haben.

Sojabohnenhandel mit Hindernissen

Weltweit reichlich Sojabohnen

Raps ist teuer

Ausblick auf die kommende Ernte

Schlussfolgerung

Chinesische Vorräte (18. November 2018)

An den Getreidemärkten war in den vergangenen Wochen eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. In Chicago bewegte sich in den vergangenen Wochen der Weizenkurszwischen 180 und 190 US$/t und in Paris zwischen 198 €/t und 202 €/t. Angebot und Nachfrage halten sich bei dem aktuellen Preisniveau die Waage. Die Verkäufer und Käufer sind regelmäßig am Markt aktiv. Dabei befürchten weder die Verkäufer aufgrund des eingeschränkten weltweiten Angebots einen Preisverfall, noch erwarten die Käufer aufgrund der komfortablen Vorratssituation zu Beginn des Vermarktungsjahres einen Preisanstieg. Allerdings lenkt insbesondere die aktuelle Schätzung im Novemberbericht des amerikanischen Landwirtsministeriums (USDA) den Blick auf die Lage in China.

Hohe Korrekturen der chinesischen Vorräte

Knappe weltweite Vorräte

Die Herbstaussaat

Mais aus der Ukraine

Schlussfolgerungen

 

Signale von der Südhallkugel (4. November 2018)

Die Kurse für Getreide bewegten sich an den weltweiten Börsen in Chicago, Minneapolis, London und Paris im vergangenen Monat seitwärts. In Paris schwankte der Mahlweizen für Dezember zwischen 198 und 205 €/t und in London der Futterweizen zwischen 193 und 203 €/t, sowie der Soft Red Winter in Chicago zwischen 180 und 195 $/t. An den regionalen Getreidemärkten in Deutschland hat sich bei stetiger Nachfrage das stabile Kursniveau auf die Verkaufsgespräche zwischen Landwirtschaft, Handel und Verarbeitung übertragen. Die Preise franko Verarbeiter liegen bundesweit zwischen 200 und 210 €/t für Brotweizen. Transportkostenbedingt wird der Futterweizen mit 215 €/t franko Mischfutterwerk in den nordwestdeutschen Veredlungsregionen etwas höher gehandelt. Seit Wochen bewegen sich die Preise insgesamt auf einer Linie. Die Landwirte haben daher begonnen ihre Lagervorräte am Markt anzubieten und zu verkaufen. Aktuell schauen die Marktbeteiligten in zwei Richtungen. Zum einen geht der Blick auf den Weltmarkt und zum anderen auf den Binnenmarkt. Am Weltmarkt stehen neben der beginnenden Ernte auf der Südhalbkugel die Exportaktivitäten in den Schwarzmeerhäfen im Vordergrund. Am Binnenmarkt schauen die Marktbeteiligten wiederum auf die Schiffbarkeit der Flüsse und Kanäle nach der Trockenheit der letzten Monate und damit auf die Versorgungssituation in den westdeutschen Verbrauchsregionen sowie auf die afrikanische Schweinepest. Im Folgenden werden die aktuellen Faktoren diskutiert.

Dürre in Australien

Russland weiterhin die Nummer 1

Viel Mais in der Ukraine

Zunehmende EU-Weizenexporte

Fehlende Schiffbarkeit der Flüsse

Schlussfolgerungen