Marktkommentar - News für KW 45/2018 - Region Schleswig-Holstein


Signale von der Südhallkugel (4. November 2018)

Die Kurse für Getreide bewegten sich an den weltweiten Börsen in Chicago, Minneapolis, London und Paris im vergangenen Monat seitwärts. In Paris schwankte der Mahlweizen für Dezember zwischen 198 und 205 €/t und in London der Futterweizen zwischen 193 und 203 €/t, sowie der Soft Red Winter in Chicago zwischen 180 und 195 $/t. An den regionalen Getreidemärkten in Deutschland hat sich bei stetiger Nachfrage das stabile Kursniveau auf die Verkaufsgespräche zwischen Landwirtschaft, Handel und Verarbeitung übertragen. Die Preise franko Verarbeiter liegen bundesweit zwischen 200 und 210 €/t für Brotweizen. Transportkostenbedingt wird der Futterweizen mit 215 €/t franko Mischfutterwerk in den nordwestdeutschen Veredlungsregionen etwas höher gehandelt. Seit Wochen bewegen sich die Preise insgesamt auf einer Linie. Die Landwirte haben daher begonnen ihre Lagervorräte am Markt anzubieten und zu verkaufen. Aktuell schauen die Marktbeteiligten in zwei Richtungen. Zum einen geht der Blick auf den Weltmarkt und zum anderen auf den Binnenmarkt. Am Weltmarkt stehen neben der beginnenden Ernte auf der Südhalbkugel die Exportaktivitäten in den Schwarzmeerhäfen im Vordergrund. Am Binnenmarkt schauen die Marktbeteiligten wiederum auf die Schiffbarkeit der Flüsse und Kanäle nach der Trockenheit der letzten Monate und damit auf die Versorgungssituation in den westdeutschen Verbrauchsregionen sowie auf die afrikanische Schweinepest. Im Folgenden werden die aktuellen Faktoren diskutiert.

Dürre in Australien

Russland weiterhin die Nummer 1

Viel Mais in der Ukraine

Zunehmende EU-Weizenexporte

Fehlende Schiffbarkeit der Flüsse

Schlussfolgerungen

Reichlich Sojabohnen (21. Oktober 2018)

An den weltweiten Ölsaatenmärkten fehlten in den vergangenen Wochen neue Impulse. Die Kurse in Chicago, Winnipeg und Paris bewegen sich seit Wochen seitwärts. Die Sojabohne in Chicago wird seit Anfang Oktober in einer Spanne von 310 $/t bis 325 $/t gehandelt, der kanadische Raps in einer Spanne von 490 CAD/t bis 500 CAD/t (330 €/t) und der Raps in Paris in einer Spanne von 370 bis 377 €/t. Der deutsche Rapsmarkt folgte den Vorgaben der Pariser Börse. Aufgrund der knappen Versorgung des deutschen Marktes zahlen die Ölmühlen eine Prämie auf den Börsenkurs von 2 bis 10 €/t. Der Blick am Ölsaatenmarkt richtet sich aktuell auf die Aussaat der Sojabohne in Südamerika, der laufenden US-Sojabohnenernte sowie dem internationalen Handel, dessen Veränderung durch den Handelsstreit der USA und Chinas mittlerweile auch in den Handelsstatistiken sichtbar geworden ist.

China setzt auf Südamerika

Hohes Aussaattempo in Brasilien

Verzögerte US-Sojabohnenernte

Rekordernte für Sonnenblumen

Rapspreis ausgereizt

Schlussfolgerungen