Marktkommentar - News für KW 43/2019 - Region Schleswig-Holstein


Preisrückgang mit Fragezeichen (20. Oktober 2019)

Im Mai war der Kurs für den Novemberraps an der Euronext in Paris mit 361 €/t auf einem Tiefstand. Infolge der schlechten Erntebedingungen und niedrigen Erträge bestand bei allen Marktbeteiligten große Unsicherheit über die Marktversorgung des europäischen Rapsmarktes. Dies führte zu steigenden Rapskursen. Anfang Oktober lag der Kurs für den Novemberraps bei 388 €/t. In dem Oktoberbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, USDA, wurde sowohl die weltweite Sojabohnenproduktion als auch die weltweite Rapsproduktion für das laufende Vermarktungsjahr nach unten korrigiert. Parallel trafen Nachrichten über einen verfrühten Wintereinbruch im Norden der USA und Kanada ein. Dies beeinträchtigt die Abreife und die Ernte der Mais-, Sojabohnen- und Rapsflächen. Üblicher Weise hätte dies bei einem knapp versorgten Markt zu steigenden Rapspreisen führen müssen. Trotzdem sind seit dem 08. Oktober die Rapspreise gefallen. Am Ende der dritten Oktoberwoche betrug der Kurs für den Novemberraps 378 €/t. Dies ist ein Rückgang um 10 €/t. Am Markt herrscht Uneinigkeit, auf welche Faktoren der Preisrückgang zurückzuführen ist. Im Folgenden wird die aktuelle Situation an den Ölsaatenmärkten beleuchtet.

Importware gesucht

Kanadischer Raps nach Europa

Wetter setzt Ölsaaten zu

Niedrigere US-Sojaproduktion

Warum sinkt der Rapspreis trotzdem?

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Positive Stimmung am Weizenmarkt setzt sich fort (6. Oktober 2019)

Seit dem Kurstief Anfang September hat sich der Weizenpreis an den weltweiten Warenterminbörsen weiter erholt. So stieg der Kurs für den Dezemberweizen an der Matif in Paris um 10 €/t auf 176 €/t Ende der ersten Oktoberwoche. Damit liegt der Weizenkurs auf dem Niveau von Anfang August. Die Kurse für den Dezemberweizen an der CBoT in Chicago stiegen um umgerechnet 15 €/t auf 164 €/t. Nach dem negativen Preistrend in Folge des Erntedrucks hat sich die Preisrichtung gedreht. Diese Entwicklung hat sich auch auf die regionalen Märkte übertragen. So liegen die Preisnennungen an den deutschen Ostseehäfen auf dem Niveau der Pariser Börse. Im Binnenland betragen die Preisabschläge ab Station in Abhängigkeit der Transportwege zu den westdeutschen Verbrauchsregionen und den Seehäfen sowie dem regionalen Wettbewerb zwischen 5 und 20 €/t. Im Folgenden werden die Faktoren für die aktuelle Preisrichtung erläutert und eine Empfehlung für die Vermarktung abgeleitet.

Positive Stimmung am Exportmarkt

Fragezeichen hinter weltweitem Angebot

Getreidevorräte in den Exportländern

Start der Maisernte

Schlussfolgerung für die Vermarktung