Marktkommentar - News für KW 41/2020 - Region Schleswig-Holstein


Hoch am Weltmarkt – ASP in Deutschland (4. Oktober 2020)

In den vergangenen Wochen bewegten sich die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte nach oben. In den USA stieg seit Anfang August der Dezemberweizen von 34 $/t auf 214 $/t, der Dezembermais um 30 $/t auf 150 $/t und die Sojabohne um 58 $/t auf 374 $/t.  Allein in der letzten Septemberwoche kletterten der Weizen und die Sojabohne um 10 $/t und der Mais um 6 $/t nach oben. Die Pariser Börse folgte den Vorgaben aus Übersee mit einem Kursanstieg bei Weizen seit Anfang August von 20 €/t und 10 €/t beim Raps. Während der europäische Weizen einem stetigen Aufwärtstrend folgte, wurde beim Raps der Anstieg durch kurze Kurseinbrüche begleitet. Während sich die Börsen nach oben bewegten, ist die Preisentwicklung in Deutschland sehr verhaltend und folgt regional nur zögerlich den internationalen Vorgaben. Im Folgenden werden die Entwicklung an den Börsen und die gedämpfte Stimmung am deutschen Markt und deren Auswirkung auf die Vermarktung diskutiert.

Weniger Vorräte in den USA

Steigende Preise in der Schwarzmeerregion

Trockene Aussaatbedingungen in der Schwarzmeerregion

Weniger Getreide in der EU

ASP-Angst

Schlussfolgerungen für die Vermarktung

Aufwind bei Getreide und Raps (20. September 2020)

Die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte befinden sich im Aufwind. So stieg der Kurs für Dezemberweizen an der CBoT in Chicago in der dritten Septemberwoche um 12 US-$/t auf 211 US-$/t (179 €/t) und für den Novemberkurs der Sojabohne sogar um 17 US-$/t auf 382 US-$/t (324 €/t). Die Preissteigerungen aus Übersee übertrugen sich leicht abgeschwächt auf die europäische Warenterminbörse in Paris. Der Kurs für Dezemberweizen stieg im gleichen Zeitraum um 6 €/t auf 195 €/t und für Novemberraps um 13 €/t auf 395 €/t. Die 400 €/t scheinen bei Raps in Reichweite zu sein. Während Raps auch auf den regionalen Märkten gehandelt wird, ist der regionale Getreidemarkt in Deutschland nach dem ersten ASP-Fall in Brandenburg in gedrückter Stimmung. Die Kassapreise verharren weiterhin auf alten Niveau und es werden wenig Geschäfte getätigt. Im Folgenden werden die Hintergründe der aktuellen Preisentwicklung erläutert und Tipps für die Vermarktung in Zeiten der aktuellen Marktunsicherheit gegeben.

Aufwind am Ölsaatenmarkt durch chinesische Käufe

EU-Raps

Weizenproduktion übertrifft Erwartungen

Mais leidet unter Trockenheit

Starre am deutschen Getreidemarkt durch ASP

Schlussfolgerung für die Vermarktung