Marktkommentar - News für KW 36/2020 - Region Schleswig-Holstein


Aufwärtstrend bei Getreide (6. September 2020)

Der Erntedruck mit einem Kurstief für den Dezemberweizen in Paris mit 177 €/t am 10. August liegt bereits vier Wochen zurück. Mittlerweile ist der Kurs auf 188 €/t gestiegen. Auch an den US-Börsen hat sich der Markt gedreht. In Chicago kletterte der Weizenkurs um 21 $/t auf 205 $/t und der Dezembermais um 14 $/t auf 142 $/t. Die positive Stimmung an den Börsen hat sich auf die regionalen Märkte in der EU-27 übertragen. Nach einer Seitwärtsbewegung in der zweiten Augusthälfte stiegen die Preise für Futter- und Brotgetreide leicht an. Die veränderte Marktstimmung ist zum einen auf große Fragezeichen hinter der weltweiten Maisproduktion und zum anderen auf eine gute weltweite Nachfrage nach Getreide insbesondere aus China zurückzuführen.  In der EU-27 werden sich darüber hinaus die Marktbeteiligten langsam bewusst, dass das niedrige EU-Inlandsangebot seine Spuren in der Marktversorgung hinterlässt. Im Folgenden wird die veränderte Marktsituation diskutiert.

Fragezeichen hinter der Maisschwemme

Bedeutung für die EU-27

Auswirkung sinkender EU-Exporte

Russland Verkäufer Nummer 1

China auf Einkaufstour

Schlussfolgerung

Ölsaatenmarkt: Nachfrageboom (23. August 2020)

Nach der gedämpften Nachfrage in den vergangenen zwei Jahren durch die afrikanische Schweinepest in Asien und zuletzt durch die weltweite Coronakrise hat sich in den vergangenen Wochen die Nachfrage nach Ölsaaten, Eiweißschroten und Pflanzenölen weltweit erholt. Trotz einer sich abzeichnenden Rekordernte sind die Kurse an den Börsen rund um den Globus zuletzt wieder angestiegen. In der zweiten Augustdekade stieg die Novemberbohne in Chicago um 11 $/t auf 330 $/t und das Sojaöl um 65 $/t auf 698 $/t. In Paris konnte beim Novemberraps ein Anstieg um 7 €/t auf 380 €/t beobachtet werden. Die Marktbeteiligten schauen auf der einen Seite auf die Exportmeldungen der Sojabohnen in Nord- und Südamerika und des Palmöls in Malaysia und Indonesien. Auf der anderen Seite geht der Blick auf die heranwachsende Ernte in den USA und die Aussaatbedingungen in Südamerika. Aber auch die bevorstehende Sonnenblumenernte nach der Trockenheit in der Schwarzmeerregion findet neben der Palmölproduktion in Südostasien Beachtung. Im Folgenden werden die derzeitigen Entwicklungen auf dem Ölsaatenmarkt analysiert.

Weltweit: Rekordangebot und Rekordnachfrage

China im Kaufrausch

Palmöl gefragt

Sojabohnenproduktion mit Fragezeichen

Hohe deutsche Rapsernte

Schlussfolgerungen für die Vermarktung

USDA-Bericht: Kornkammer USA (13. August 2020)

Der gestrige USDA-Bericht sorgte auf den ersten Blick für einige Überraschungen:

1) Rekorderträge für Mais und Soja in den USA

2) Anstieg der weltweiten Getreidevorräte

3) Die Schwarzmeerregion

4) EU-28 mit veränderten Zahlen

5) EU-Rapsbilanz: Weniger Importe

6) Mehr Ölsaaten

Schlussfolgerungen

Schwarzmalerei (9. August 2020)

Der Kursrückgang an den weltweiten Börsen hat sich in der ersten Augustwoche fortgesetzt. Der Septemberweizen in Chicago fiel um 14 $/t auf 182 $/t und in Paris um 5 €/t auf 178 €/t. Die laufende Ernte auf der Nordhalbkugel und die insgesamt gute Vegetationsentwicklung für Mais und Sojabohnen führten zum Erntedruck. Die regionalen Märkte folgten den Vorgaben der internationalen Warenterminbörsen. Neben dem Blick auf die Erntemengen verunsichert die Politik, Corona und das Währungsverhältnis Euro-Dollar die Marktteilnehmer. Es wird befürchtet, dass sich die US-Entscheidung um die Ausweisung von chinesischen Botschaftsangehörigen oder die Diskussion um das Verbot der Videoplattform tik tok auch auf den Agrarhandel übertragen könnte. Mitten in der Ernte sind es aktuell die Hiobsbotschaften, die den Markt prägen und zu einer pessimistischen Preisprognose veranlassen. Ist die Schwarzmalerei berechtigt? Im Folgenden werden die aktuelle Erntemeldungen rund um den Globus diskutiert.

Mehr Weizen in der Schwarzmeerregion

Sinkende US-Exportpreise

Schwache EU-Weizenernte

Konkurrenz Futtergetreide

Drehscheibe Exportmärkte

Schlussfolgerungen