Marktkommentar - News für KW 30/2020 - Region Schleswig-Holstein


Zweifel an weltweite hoher Rekordernte (13. Juli 2020)

Die Regenfälle in weiten Teilen Europas sowie die US-Weizenernte führten im Juni weltweit zu rückläufigen Kursen an den Börsen. In Chicago fiel der Septemberweizen um 21 $/t auf 175 $/t und in Paris um 12 €/t auf 176 €/t. Ab Station wurden in Deutschland Preise ex Ernte von 160 bis 170 €/t genannt. Die Erwartung einer weltweiten Rekordernte verbunden mit einer Maisschwemme in den USA und ein zunehmender Wettbewerb mit der Schwarzmeerregion führten zu einer pessimistischen Markteinschätzung. Mit dem Beginn der fortschreitenden Ernte in Europa hat sich die Einschätzung geändert und der Markt hat sich gedreht. Mitte Juli stiegen die Kurse in Chicago für Weizen auf 196 $/t und in Paris auf 187 €/t. Der Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums vom 10. Juli sowie die ersten Erntemeldungen vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer stützen die veränderte Markteinschätzung.

Weltweit weniger Getreide

Vorräte mit Fragezeichen

Unsicherheit in Europa

Weniger EU-Exporte

Ausreichend Gerste

Schlussfolgerung

Ölsaaten: Hohe Nachfrage trotz Corona (28. Juni 2020)

Durch die Folgen der Corona-Krise mit einer verminderten Nachfrage nach Biodiesel waren die Preise für Pflanzenöle im März um 100 bis 150 €/t in Rotterdam eingebrochen. Bei stabilen Ölschrotpreisen gab der Sojabohnenkurs in Chicago zwischenzeitlich um 20 $/t nach und der Rapskurs in Paris um 40 €/t. Im Tiefpunkt notierte der Kurs für Raps an der Matif in Paris bei 341 €/t. Mittlerweile haben sich die weltweiten Ölsaatenmärkte vom Schock des Lockdowns im März erholt. Der Augustraps in Paris wurde Ende Juni für 377 €/t und die Novemberbohne in Chicago für 320 $/t gehandelt. Die weitere Entwicklung des Ölsaatenmarktes ist zum einen von der Vegetationsentwicklung auf der Nord- und Südhalbkugel und zum anderen von der wirtschaftlichen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Im Folgenden wird die aktuelle Entwicklung der Angebots- und Nachfrage analysiert kommentiert.

Weltweites Wachstum

Hoffnung ruht auf China

Reichlich Sojabohnen weltweit

Weltweit mehr Raps

Rekordernte bei Sonnenblumen

Palmölernte in Gefahr

Schlussfolgerung