Marktkommentar - News für KW 28/2020 - Region Schleswig-Holstein


Ölsaaten: Hohe Nachfrage trotz Corona (28. Juni 2020)

Durch die Folgen der Corona-Krise mit einer verminderten Nachfrage nach Biodiesel waren die Preise für Pflanzenöle im März um 100 bis 150 €/t in Rotterdam eingebrochen. Bei stabilen Ölschrotpreisen gab der Sojabohnenkurs in Chicago zwischenzeitlich um 20 $/t nach und der Rapskurs in Paris um 40 €/t. Im Tiefpunkt notierte der Kurs für Raps an der Matif in Paris bei 341 €/t. Mittlerweile haben sich die weltweiten Ölsaatenmärkte vom Schock des Lockdowns im März erholt. Der Augustraps in Paris wurde Ende Juni für 377 €/t und die Novemberbohne in Chicago für 320 $/t gehandelt. Die weitere Entwicklung des Ölsaatenmarktes ist zum einen von der Vegetationsentwicklung auf der Nord- und Südhalbkugel und zum anderen von der wirtschaftlichen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Im Folgenden wird die aktuelle Entwicklung der Angebots- und Nachfrage analysiert kommentiert.

Weltweites Wachstum

Hoffnung ruht auf China

Reichlich Sojabohnen weltweit

Weltweit mehr Raps

Rekordernte bei Sonnenblumen

Palmölernte in Gefahr

Schlussfolgerung

 

Niedrige EU-Produktion 2020 (14. Juni 2020)

Ein Regen macht noch keine gute Ernte. Die aktuellen Regenfälle haben die regionale Wasserversorgung auf vielen Standorten entspannt. Gleichzeitig führt eine flüchtige Analyse des Juniberichtes des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums zu dem Schluss, dass die weltweite Versorgungslage bei Getreide und Ölsaaten in den kommenden Monaten gesichert sein wird. Hinzu kommt der Beginn der US-Weizenernte in Texas und Oklahoma. Dies führte in der zweiten Juniwoche zu sinkenden Kursen an den Börsen in Paris und Chicago. In Paris fiel der Septemberweizen innerhalb von einer Woche um 4 €/t auf 183 €/t und in Chicago um 7 $/t auf 185 $/t (164 €/t). Diese Schlussfolgerung übersieht wichtige Marktfaktoren. Im Folgenden werden die aktuellen Marktinformationen insbesondere der USDA-Bericht kritisch analysiert. 

Futtergetreide im Überfluss

Knappe Weizenvorräte in Exportländern

Geringe EU-Getreideproduktion

EU-Raps wieder knapp

Schlussfolgerung