Marktkommentar - News für KW 25/2020 - Region Schleswig-Holstein


Niedrige EU-Produktion 2020 (14. Juni 2020)

Ein Regen macht noch keine gute Ernte. Die aktuellen Regenfälle haben die regionale Wasserversorgung auf vielen Standorten entspannt. Gleichzeitig führt eine flüchtige Analyse des Juniberichtes des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums zu dem Schluss, dass die weltweite Versorgungslage bei Getreide und Ölsaaten in den kommenden Monaten gesichert sein wird. Hinzu kommt der Beginn der US-Weizenernte in Texas und Oklahoma. Dies führte in der zweiten Juniwoche zu sinkenden Kursen an den Börsen in Paris und Chicago. In Paris fiel der Septemberweizen innerhalb von einer Woche um 4 €/t auf 183 €/t und in Chicago um 7 $/t auf 185 $/t (164 €/t). Diese Schlussfolgerung übersieht wichtige Marktfaktoren. Im Folgenden werden die aktuellen Marktinformationen insbesondere der USDA-Bericht kritisch analysiert. 

Futtergetreide im Überfluss

Knappe Weizenvorräte in Exportländern

Geringe EU-Getreideproduktion

EU-Raps wieder knapp

Schlussfolgerung

Weltweite Versorgungslage bei Getreide überschätzt (1. Juni 2020)

Das Vermarktungsjahr 2019/20 neigt sich weltweit dem Ende. Ein Abwärtstrend am Weizenmarkt in der Ernte 2019 folgte bis Februar 2020 ein stetiger Aufwärtstrend. Insgesamt stieg der Weizenpreis in Deutschland um 20 bis 30 €/t. Nach einem kurzen Preiseinbruch zu Beginn der Corona-Krise hat sich der Markt erholt und wird in Deutschland franko Verarbeiter und in den Seehäfen wieder zwischen 185 und 200 €/t gehandelt. Die Einlagerung des Weizens war für die landwirtschaftlichen Betriebe wirtschaftlich. Die positive Preisentwicklung ist sehr stark auf die sehr hohen Weizenexporte zurückzuführen. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die möglichen Marktverhältnisse im kommenden Vermarktungsjahr. Im Folgenden werden die Marktfaktoren für das auslaufende sowie das kommende Vermarktungsjahr bei Getreide diskutiert.

Exportweltmeister

Tägliche Bewertung der Witterung

Weltweite Vorräte nicht aussagefähig

Niedrige Vorräte in den Importländern

Weizenernte bedarfsdeckend

US-Maisrekordernte

Schlussfolgerung