Marktkommentar - News für KW 21/2012 - Region Schleswig-Holstein
Erneute Rallye am Weizenmarkt (20. Mai 2012)
An den internationalen Warenterminbörsen explodierten in der dritten Maiwoche die Weizenkurse. In Chicago kletterte der Septemberweizen um 33 $/t auf 258 $/t (200 €/t), in Kansas um 33 $/t auf 263 $/t (206 €/t) und in Minneapolis um 18 $/t auf 290 $/t (226 €/t). Die Pariser Börse folgte der amerikanischen Kursentwicklung mit einem Anstieg für den Novemberweizen von 19 €/t innerhalb einer Woche auf 215 €/t. In London fiel der Anstieg mit plus 12 €/t für den Futterweizenkontrakt etwas verhaltener aus. Noch in der Vorwoche waren die Kurse nach dem der Erscheinen des Monatsberichtes des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) am 10. Mai unter Druck geraten. Danach bestimmten wieder die Wettermeldungen das Marktgeschehen.
Steigende Vorräte
Das USDA veröffentlichte im Maireport seine erste Versorgungsbilanz ......
Rekordverdächtige US-Ernte – Kleine Ernte in Europa (6. Mai 2012)
In den USA wächst das Getreide unter idealen Witterungsbedingungen heran. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) berichtet in ihrem wöchentlichen Bericht über die Vegetationsentwicklung bei Getreide und Ölsaaten über eine hervorragende Pflanzenentwicklung beim Weizen. So wurden Ende April 64 % der Weizenpflanzen als gut bis sehr gut eingeschätzt. Dies steht in Vergleich zu 34 % im Vorjahr. Dagegen wurden nur 10 % der Weizenfelder als schwach bis sehr schwach klassifiziert, nach 41 % im Vorjahr. Auch beim Sommerweizen zeichnet sich ein guter Start in die Vegetation ab. Mittlerweile sind 74 % der prognostizierten Flächen (Vj. 30 %) ausgesät und 30 % (Vj. 8 %) sind bereits aufgelaufen. Die Maisaussaat ist ebenfalls sehr gut vorangeschritten. Nach nur 27 % im Vorjahr sind in diesem Jahr bis Ende April bereits 53 % der erwarteten Aussaatfläche bestellt worden.
Hohe US-Exportzahlen
Diese idealen Bedingungen spiegeln bereits die Kursentwicklung ......
Knappe Rapsversorgung in der EU-27 (29. April 2012)
Die ersten Prognosen für die EU-Rapsernte im Februar und März prognostizierten eine Erntemenge auf dem Vorjahresniveau von 19 Mio. t. Dies hat sich inzwischen geändert. Im Crop-Monitoring (Mars) der EU-Kommission wurde Mitte April der erwartete Durchschnittsertrag für die EU-27 um 1,4 dt/ha auf 28,8 dt/ha verringert. Damit fällt der EU-Durchschnittsertrag im dritten aufeinander folgenden Jahr unter die Marke von 30 dt/ha. Im Rekordjahr 2009 lag der Durchschnittsertrag noch bei 33 dt/ha. Als Ursache für die geringere Ertragserwartung in 2012 wird die Trockenheit vor allem in Südosteuropa sowie die Auswinterungsschäden genannt. So wurde für Ungarn die Ertragserwartung um 3,2 dt/ha auf 21,8 dt/ha reduziert. Für Deutschland hat Mars die Ertragserwartung aufgrund von Auswinterung, Trockenheit und Boytritis von 37 dt/ha auf ....
Getreide weiter knapp (29. April 2012)
Die Getreidepreise sind in Deutschland im letzten Monat weiter angezogen. Deutschlandweit wird für Brotweizen franko Verarbeiter mittlerweile zwischen 210 bis 230 €/t bezahlt. Dabei werden im Norden des Landes die höchsten Preise gewährt. Der Brotweizenmarkt derzeit vom Markt für Futtergetreide getrieben. So wird für Futterweizen und Mais in den nordwestdeutschen Veredlungsregionen zwischen 235 und 240 €/t bezahlt und für Futtergerste 235 €/t. Dieses hohe Niveau strahlt bis in die ostdeutschen Produktionsregionen und nach Süddeutschland. Der Aufwärtstrend am deutschen Markt wird auch an den Preisaufschlägen im Vergleich zur .......
