Marktkommentar - News für KW 20/2020 - Region Schleswig-Holstein


Der Markt blickt auf die Ernte 2020 (17. Mai 2020)

Das laufende Vermarktungsjahr nähert sich dem Ende. Während die Exporte beim Weizen brummen und Corona weiterhin die Nachrichten bestimmt, richtet sich der Blick der Marktteilnehmer mit Auslaufen der Maikontrakte auf die neue Ernte im Sommer 2020. Nach Wochen mit wenig Regen in Teilen Deutschlands, Europas und auch der Schwarzmeerregion wurde mit Spannung auf die erste Produktionsschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums gewartet. Das USDA veröffentlichte in der zweiten Maiwoche die ersten Prognosen für die Produktion von Getreide und Ölsaaten im kommenden Vermarktungsjahr. Im Folgenden werden die veröffentlichten Zahlen beleuchtet und Schlussfolgerungen für die Vermarktung gezogen

Raps bleibt knapp

Weniger Weizen in Europa

Futtergetreide im Überfluss

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Knappe Rapsversorgung (3. Mai 2020)

Die Marktteilnehmer startete und endete in den vergangenen Wochen häufig mit dem Blick auf die aktuellen Entwicklungen beim Corona-Virus. Die Folgen des Corona-Virus machen auch vor den Agrarmärkten keinen Halt. Mit dem Einbruch der Nachfrage insbesondere beim Pflanzenöl setzte der Abwärtstrend ein. Seit Jahresanfang sanken die Pflanzenölpreise um 20 bis 30 %. Die Richtung für die nächsten 12 Monate scheint damit bereits vorgegeben zu sein. Aber Märkte werden neben der Nachfrageseite bekannter Weise auch vom Angebot bestimmt. In diesem Marktbericht wird neben der Entwicklung der Nachfrage durch den Lock Down der Weltwirtschaft der Blick auf die Analyse der weltweiten Ölsaatenproduktion gelegt.

Fragezeichen am Energiemarkt

Weniger Lebensmittelexporte

Sinkendes weltweites Angebot

Weniger Raps

Schlusfolgerung

Zwischen Wetterlage und Corona (19. April 2020)

Das Corona-Virus bestimmte in den vergangenen Wochen weltweit das Geschehen und hatte sich auch auf die Entwicklung der Getreidemärkte ausgewirkt. Nach dem Kurseinbruch in der ersten Märzhälfte haben sich die Weizenkurse an der Matif in Paris wieder erholt und bewegten sich seit Ende März seitwärts. So schloss der Maikontrakt am Ende der zweiten/dritten Aprilwoche mit 198,5 €/t. Dies ist ein Plus von 23 €/t gegenüber dem Kurstief Mitte März und die höchste Notierung des Maikontraktes 2020 seit Sommer 2018. Damit haben sich die europäischen Weizenpreise von den Vorgaben aus Übersee gelöst und scheinen der Coronakrise zu trotzen. Die Weizenkurse in Chicago sind nach der Kurserholung Ende März wieder leicht rückläufig. So ging der Kurs für den Maiweizen an der CBoT in Chicago bis Ende der zweiten/dritten Märzwoche um 17 US-$/t auf 196 US-$ (180 €/t) zurück. Während die Stimmung am europäischen Weizenmarkt positiv ist, schwächelt der Maismarkt weiterhin. Die Kurse für den Junimais in Paris bewegten sich auf einem Kursniveau um die 165 €/t seitwärts mit einer leicht abnehmenden Tendenz. Im Folgenden werden die aktuellen Entwicklungen an den internationalen Getreidemärkten genauer erläutert.

Sinkender Getreideverbrauch

Corona belastet den Maismarkt

Entwicklung der Exporte

Warten auf Regen

Schlussfolgerung