Marktkommentar - News für KW 20/2019 - Region Schleswig-Holstein


Preisverfall zu stark? (16. Mai 2019)

Regenfälle im Mai sorgen für trübe Stimmung am Getreidemarkt. Weltweit setzte sich der Abwärtstrend an den Terminmärkten fort. In Chicago fiel seit Ende März der Septemberweizen um 20 $//t auf 160 $/t und in Paris von 189 €/t auf 168 €/t. Mitte Mai haben sich die Kurse wieder leicht erholt. Am Ende der zweiten Maiwoche wurde der Weizen in Chicago für 169 $/t gehandelt und in Paris für 172 €/t. Die Stimmung an den Märkten ist weiter gedrückt. Die regionalen Märkte sind für die eingelagerten Restmengen der Ernte 2018 als auch für die heranwachsende Ernte sehr ruhig. Es finden derzeit kaum Geschäftsabschlüsse statt. Im Folgenden wird der USDA-Bericht, der im Mai erstmals die weltweite Entwicklung für das Vermarktungsjahr 2019/20 veröffentlicht hat, sowie die aktuelle Entwicklung an den Getreidemärkten beleuchtet.

Erste Ernteprognosen für 2019

EU: Zurück zur Normalität

Entwicklung der Anbauflächen in Deutschland

Schlussfolgerung

Karussell am Ölsaatenmarkt (5. Mai 2019)

Während die Preisentwicklung bei Ölsaaten im April weltweit einen Abwärtstrend zeigte, bewegten sich die Rapspreise in der EU-28 seitwärts. In Chicago fiel die Maibohne um 25 $/t auf 305 $/t. Das Palmöl verzeichnete einen Kursrückgang um 25 €/t für Juli auf 434 €/t und der kanadische Raps für Juli um 33 CAD/t auf 433 CAD/t. In Paris stieg der Augustraps im gleichen Zeitraum um 2 €/t auf 365 €/t und in Deutschland franko Ölmühle der eingelagerte Raps um 2-3 €/t auf 360 bis 369 €/t. In einem sehr schwierigen Marktumfeld konnte sich der Raps in der EU-28 damit behaupten. Die Marktsignale für die kommenden Monate kommen neben der laufenden südamerikanischen Ernte und der heranwachsenden Ernte auf der Nordhalbkugel von der sich stark ausbreitenden Schweinepest in China und den politischen Handelsstreit zwischen China und der Gegenseite aus den USA und Kanada.  Im Folgenden werden die einzelnen Marktfaktoren und deren Auswirkungen auf den Rapsmarkt.

Gute Versorgungslage

ASP in China

Sinkende Sojabohnenfläche in den USA?

Weniger Raps in Kanada   

Warten auf politische Ergebnisse

Handelskarussell mit Hindernissen 

Schlussfolgerung

Der Blick zum Himmel (22. April 2019)

Während zum Frühlingsbeginn die Kurse an den internationalen Getreidemärkten einen leichten Aufwärtstrend zeigten, gaben die Kurse in den Tagen vor Ostern wieder nach. In Chicago stieg der Kurs für den Maiweizen in der zweiten Märzhälfte zunächst 17 US$/t auf 170 $/t und fiel anschließend bis Gründonnerstag wieder auf 162 $/t. In Paris übersprang der Maikurs kurz die Widerstandslinie von 190 €/t und fiel anschließend wieder auf 183 €/t zurück. In Deutschland zahlen die Verarbeitungsbetriebe in den Verbrauchsregionen aktuell eine Prämie auf den Kurs an der Pariser Börse. Der Aufschlag beträgt im Westen und Südwesten zwischen 5 und 10 €/t. Im Norden sind es sogar zwischen 8 und 12 €/t. Dabei blicken die Händler an den regionalen Märkten täglich nach Paris und folgen deren Vorgaben. Die Verarbeiter bewegen sich in diesem Jahr nach der Dürre zwischen einem knapp versorgten Binnenmarkt und der Nachfrage aus den Exporthäfen. Hinzu kommen die vielversprechenden Meldungen vom Weltmarkt. Erste Prognosen verheißen regional eine gute Ernte auf der Nordhalbkugel. Im Folgenden werden die aktuellen Marktfaktoren analysiert.

Vielversprechende Prognosen

Fragezeichen in der EU-28

Exporte nehmen Fahrt auf

Schlussfolgerung