Marktkommentar - News für KW 17/2020 - Region Schleswig-Holstein


Zwischen Wetterlage und Corona (19. April 2020)

Das Corona-Virus bestimmte in den vergangenen Wochen weltweit das Geschehen und hatte sich auch auf die Entwicklung der Getreidemärkte ausgewirkt. Nach dem Kurseinbruch in der ersten Märzhälfte haben sich die Weizenkurse an der Matif in Paris wieder erholt und bewegten sich seit Ende März seitwärts. So schloss der Maikontrakt am Ende der zweiten/dritten Aprilwoche mit 198,5 €/t. Dies ist ein Plus von 23 €/t gegenüber dem Kurstief Mitte März und die höchste Notierung des Maikontraktes 2020 seit Sommer 2018. Damit haben sich die europäischen Weizenpreise von den Vorgaben aus Übersee gelöst und scheinen der Coronakrise zu trotzen. Die Weizenkurse in Chicago sind nach der Kurserholung Ende März wieder leicht rückläufig. So ging der Kurs für den Maiweizen an der CBoT in Chicago bis Ende der zweiten/dritten Märzwoche um 17 US-$/t auf 196 US-$ (180 €/t) zurück. Während die Stimmung am europäischen Weizenmarkt positiv ist, schwächelt der Maismarkt weiterhin. Die Kurse für den Junimais in Paris bewegten sich auf einem Kursniveau um die 165 €/t seitwärts mit einer leicht abnehmenden Tendenz. Im Folgenden werden die aktuellen Entwicklungen an den internationalen Getreidemärkten genauer erläutert.

Sinkender Getreideverbrauch

Corona belastet den Maismarkt

Entwicklung der Exporte

Warten auf Regen

Schlussfolgerung

Viele Fragenzeichen bei Ölsaaten (5. April 2020)

Ausgehend vom Pflanzenölmarkt wurde die Preiskrise für Ölsaaten weltweit durch die Ausbreitung des Corona-Virus eingeleitet. Der Abwärtstrend begann mit der Ausbreitung des Virus Mitte Januar. Im Rotterdam Seehafen fiel der Preis für Palmöl bis Anfang April um 150 €/t, das Sojaöl um 200 €/t und das Rapsöl um 165 €/t. Im gleichen Zeitraum verlor der Rohölpreis 31 $ pro Barrel bzw. 200 €/t. Ein leichtes Gegengewicht bildeten die zuletzt gestiegenen Preise für Ölschrote. Der dramatische Verlust der Preise für Pflanzenöle hat sich auf die Ölsaaten übertragen. Der Kurs für die Sojabohne in Chicago gab von Mitte Januar bis Anfang April um 38 $/t und der Raps in Paris um 53 €/t nach. Der Ölsaatenmarkt zeigte in den vergangenen Wochen auf dem Weg nach unten an einigen Tagen sehr hohe Kursschwankungen, die von politischen Meldungen insbesondere aus den USA und durch die hohen Währungsschwankungen ausgelöst wurden. Die aktuelle weltweite Krise wird auch in den kommenden Monaten den Markt begleiten. Im Folgenden werden für die Ölsaaten die Veränderungen auf der Angebots- und Nachfrageseite analysiert.

Starker Einbruch für Biokraftstoffe

Steigende Preise für Ölschrote

Rekordernte mit Hindernissen

Weniger Palmöl

Mehr Raps weltweit

Schlussfolgerung