Marktkommentar - News für KW 14/2019 - Region Schleswig-Holstein


Leichter Aufwind bei Raps (7. April 2019)

Nach dem Abwärtstrend im Februar stabilisierte sich der weltweite Ölsaatenmarkt trotz der Verunsicherung durch die ungelösten Handelskonflikte zwischen China, den USA und Kanada sowie den Witterungsmeldungen rund um den Globus. In Chicago bewegte sich die Kurspanne im März für die Maibohne zwischen 325 und 335 $/t. Im kanadischen Winnipeg zeigten die Kurse nach dem Kursrutsch infolge der chinesischen Handelsbeschränkungen für kanadischen Raps zuletzt wieder leicht nach oben. Das freundlichere Marktumfeld hat sich auf den europäischen Markt übertragen. In Paris übersprang der Mairaps die Widerstandslinie von 360 €/t und schloss am Ende der erstenAprilwoche mit einem Kurs von 362 €/t. Deutschlandweit wurden franko Ölmühle wieder Preise zwischen 360 und 370 €/t genannt. Die höchsten Preise bezahlten die Ölmühlen im Binnenland und am Rhein. Im Folgenden werden die Marktfaktoren für die kommenden Wochen analysiert.

Großes Fragezeichen hinter China

Hohe US-Sojabohnenvorräte

Hohe südamerikanische Ernte

Weltweit mehr Biodiesel

China weist kanadischen Raps zurück

Zunehmende Vertragsabschlüsse für Raps

Schlussfolgerung

Talfahrt gestoppt (24. März 2019)

Der internationale Getreidemarkt hat sich vom Tief der ersten Märzhälfte erholt. Dadurch hat sich die Stimmung am Markt deutlich aufgehellt. Die Marktteilnehmer blicken positiv in das letzte Viertel des Vermarktungsjahres. In Chicago stieg der Maiweizen von 160 $/t bis zum 22. März auf 171 $/t. Auch in Paris konnte der Maiweizen das Kurstief von 181 €/t hinter sich lassen. Er schloss die dritte Märzwoche mit einem Kurs von 189,5 €/t. Kurzfristig übersprang der Kurs sogar die Widerstandslinie von 190 €/t. In den großen Exporthäfen spiegeln sich die gestiegenen Kurse wider. Am Golf von Mexiko wird für den Hard Red Winter 225 $/t und im französischen Rouen 221 $/t (195 €/t) bezahlt. Aufgrund der geringeren Transportkosten der Schwarzmeerregion wird dort für Brotweizen mit 12 % Protein 202 €/t bezahlt. Gedreht hat sich mittlerweile auch der Futtergerstenmarkt. Nach der Talfahrt mit 170 €/t in Rouen wird dort aktuell 180 €/t gefordert. Der internationale Markt zeigt mittlerweile auch seine Wirkung auf dem Binnenmarkt. In den Seehäfen und in den westdeutschen Verbrauchsregionen werden vereinzelt wieder 200 €/t geboten. Franko Verarbeiter lagen die Preise in Deutschland vielerorts zwischen 185 und 195 €/t. Insgesamt ist der Markt aber weiterhin sehr zerbrechlich. Im Folgenden werden die aktuellen Markthintergründe analysiert.

EU-Exportgeschäfte

Gute Aussichten

Schlussfolgerung für die Vermarktung

 

Raps in der Hochpreisfalle (10. März 2019)

Während vor einem Jahr Raps, Sonnenblume und die Sojabohne an den internationalen Märkten auf einem Preisniveau gehandelt wurden, haben sich die Preisverhältnisse bei den Ölsaaten nach der sehr niedrigen europäischen Rapsernte 2018 geändert. Im Dezember 2018 wurde in der EU-28 für Raps eine Prämie von 50 €/t bis 60 €/t auf die Sojabohne gezahlt. Damit war Raps knapp und teuer. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Rapsöl für Winterbiodiesel und der starken Nachfrage nach Rapsschrot konnten die hohen Rapspreise zunächst durchgesetzt werden. Mittlerweile hat sich der Markt gedreht: Für viele war der Raps seit Wochen bereits überteuert. Während der US-Sojabohnenpreise und die EU-Sonnenblumenpreise in den vergangenen Wochen leicht gestiegen sind, fielen die Rapskurse im kanadischen Winnipeg und in Paris. In Kanada gab der Kurs für Mairaps seit Ende Januar um 40 CAD/t auf 456 CAD/t (302 €/t) und in Paris um 26 €/t auf 348 €/t nach. Am Ende der ersten Märzwoche hat sich der Kurs in Paris wieder um 10 €/t erholt. Damit ist der internationale Rapsmarkt in den vergangenen Wochen von seinem Thron gefallen. Der Rapsmarkt bewegt sich weiterhin zwischen der guten weltweiten Versorgungslage für Ölsaaten und der knappen Rapsversorgung in der EU-28.

Sojabohne in China gefragt

Niedrige Bewertung für Rapsöl und Rapsschrot

Handelseinschränkung für kanadischen Raps

Weniger Raps in der EU-28

Schlussfolgerung