Marktkommentar - News für KW 13/2021 - Region Schleswig-Holstein


Preishoch verpasst? (28. März 2021)

An den internationalen Märkten ist für die eingelagerte Ernte 2020 bei Ölsaaten ein starker Jojo-Effekt und am Weizenmarkt ein Abwärtstrend zu beobachten. Nach der Euphorie im auslaufenden Winter hat mit dem Beginn der Vegetationsperiode die Ernüchterung eingesetzt. In Paris klopfte der Maiweizen am 1. März noch an der Widerstandslinie von 250 €/t. Seitdem fiel er bis Ende März auf 214 €/t. Der Mais in Paris verlor im gleichen Zeitraum 16 €/t und schloss mit einem Kurs von 214 €/t.  Es scheint, dass der Bogen überspannt war. Die regionalen Märkte folgten abgeschwächt der Börse. Franko Verarbeiter und Seehäfen wurden Ende März 220 bis 230 €/t bezahlt. Es scheint, dass der Bogen überspannt war. In Chicago fiel der Rückgang des Maiweizens um 16 $/t auf 225$/t geringer als in Paris aus. Eine sehr hohe Verunsicherung ist am internationalen Ölsaatenmarkt zu spüren. Jeder Woche sucht er erneut seine Richtung. Seit Ende Februar stieg der Mairaps dreimal auf 525 €/t und fiel dreimal auf unter 510 €/t. Am 26. März schloss er mit 506 €/t. Auch die Sojabohne bewegte sich im gleichen Zeitraum um 20 $/t Auf und Ab. Hinter den hohen Marktbewegungen steckt die Frage, ob bis zur Ernte 2021 genug Ware da ist und inwieweit sich ein Teil der Käufer angesichts des hohen Preisniveaus vom Markt zurückzieht. Für die Ernte 2021 fielen hingegen die Kursrücknahmen von 10 bis 15 €/t für Raps und Weizen niedriger aus. Aufgrund der Preisrücknahmen stellen sich viele Marktteilnehmer die Frage, ob der Aufwärtstrend sein Ende gefunden hat und die Preisspirale wieder nach unten führt.

Hoher Wettbewerb am Exportmarkt

Gute Aussichten für die Ernte 2021

Ölsaaten: Von der Hand in den Mund

Schlussfolgerungen

Lieferverträge 21 im Blickpunkt (14. März 2021)

Während die Landwirte beklagen, dass sie ihr Getreide und ihren Raps zu früh verkauft haben, schmerzt vielen Verarbeitern das lange Zögern im Einkauf. Beide Verhaltensweisen bedingen einander. Das täglich Aufeinandertreffen und Aushandeln von Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wäre die heutige Marktsituation bereits im Herbst bekannt gewesen, läge sicherlich das Preishoch bereits seit Wochen hinter uns. Die Landwirte hätten dann im Herbst ihre Verkäufe hinausgezögert und die Käufer sich am Weltmarkt eingedeckt. Die Marktbeteiligten bewerten und entscheiden täglich auf Basis der vorliegenden Marktdaten. Alles andere ist: „Hätte hätte Fahrradkette“. Aktuell Mitte März 2021 ist die Restvermarktung 2020 offen und über den Abschluss von Lieferverträgen für die heranwachsende Ernte 2021 zu entscheiden. Neben dem Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums vom 9. März finden die Berichte der nationalen Agrarministerien rund um den Globus über die Vegetationsentwicklung im eigenen Land sowie die internationale Börsenentwicklung Beachtung.

Ölsaaten: Sehr knappe Versorgungslage

Auswirkung auf die Vermarktung

Getreide: Gute Wachstumsbedingungen – fallende Kurse