Marktkommentar - News für KW 11/2021 - Region Schleswig-Holstein


Lieferverträge 21 im Blickpunkt (14. März 2021)

Während die Landwirte beklagen, dass sie ihr Getreide und ihren Raps zu früh verkauft haben, schmerzt vielen Verarbeitern das lange Zögern im Einkauf. Beide Verhaltensweisen bedingen einander. Das täglich Aufeinandertreffen und Aushandeln von Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wäre die heutige Marktsituation bereits im Herbst bekannt gewesen, läge sicherlich das Preishoch bereits seit Wochen hinter uns. Die Landwirte hätten dann im Herbst ihre Verkäufe hinausgezögert und die Käufer sich am Weltmarkt eingedeckt. Die Marktbeteiligten bewerten und entscheiden täglich auf Basis der vorliegenden Marktdaten. Alles andere ist: „Hätte hätte Fahrradkette“. Aktuell Mitte März 2021 ist die Restvermarktung 2020 offen und über den Abschluss von Lieferverträgen für die heranwachsende Ernte 2021 zu entscheiden. Neben dem Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums vom 9. März finden die Berichte der nationalen Agrarministerien rund um den Globus über die Vegetationsentwicklung im eigenen Land sowie die internationale Börsenentwicklung Beachtung.

Ölsaaten: Sehr knappe Versorgungslage

Auswirkung auf die Vermarktung

Getreide: Gute Wachstumsbedingungen – fallende Kurse

Wenn oben ist, wird nicht geklingelt (28. Februar 21)

Der tägliche oder manchmal stündliche Blick zur Börse führte bei den Verkäufern zu einem Lächeln im Gesicht. Gleichzeitig wird einem bei den täglichen Schwankungen schwindelig. Am 25. Februar stieg der Mairaps nach Börseneröffnung um 12 €/t auf 493 €/t. In den kommenden zwei Stunden fiel er wieder um 13 €/t, um bis zum Börsenschluss wieder auf 488 €/t zu steigen. Gegenüber dem Vortag blieb ein Plus von 3 €/t. Das Auf und Ab ist ein El Dorado für Daytrader. Durch den ständigen Wechsel kann am Tag viel Geld gewonnen, aber auch verloren werden. Insgesamt steigt der Mairaps in der letzten Februarwoche um 30 €/t auf 492 €/t und der Märzweizen um 6 €/t auf 245 €/t. Die Mehrzahl der Landwirte hat ihr Getreide und den Raps stetig über die vergangenen Monate verkauft. Sie haben häufig nur noch 15 bis 25 % im Lager. Viele Landwirte haben sogar in der Januarhausse ihre Läger geräumt. Für die Restvermarktung stellt sich die Frage, wie lange der Aufwärtstrend halten wird. Aber auch für den Abschluss von Lieferverträgen für Getreide und Raps der Ernte 2021 ist der Vermarktungszeitpunkt und die Vertragsmenge zu prüfen. Im Schatten der eingelagerten Ware 2020 ist der Augustraps 21 auf 424 €/t und der Septemberweizen auf 200 €/t gestiegen.

Preistreiber: Weltmarkt

US-Vorräte schmelzen ab

Ölsaatenvorräte weltweit zu niedrig

Wie geht es weiter?

Schlussfolgerung