Marktkommentar - News für KW 10/2019 - Region Schleswig-Holstein


Raps in der Hochpreisfalle (10. März 2019)

Während vor einem Jahr Raps, Sonnenblume und die Sojabohne an den internationalen Märkten auf einem Preisniveau gehandelt wurden, haben sich die Preisverhältnisse bei den Ölsaaten nach der sehr niedrigen europäischen Rapsernte 2018 geändert. Im Dezember 2018 wurde in der EU-28 für Raps eine Prämie von 50 €/t bis 60 €/t auf die Sojabohne gezahlt. Damit war Raps knapp und teuer. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Rapsöl für Winterbiodiesel und der starken Nachfrage nach Rapsschrot konnten die hohen Rapspreise zunächst durchgesetzt werden. Mittlerweile hat sich der Markt gedreht: Für viele war der Raps seit Wochen bereits überteuert. Während der US-Sojabohnenpreise und die EU-Sonnenblumenpreise in den vergangenen Wochen leicht gestiegen sind, fielen die Rapskurse im kanadischen Winnipeg und in Paris. In Kanada gab der Kurs für Mairaps seit Ende Januar um 40 CAD/t auf 456 CAD/t (302 €/t) und in Paris um 26 €/t auf 348 €/t nach. Am Ende der ersten Märzwoche hat sich der Kurs in Paris wieder um 10 €/t erholt. Damit ist der internationale Rapsmarkt in den vergangenen Wochen von seinem Thron gefallen. Der Rapsmarkt bewegt sich weiterhin zwischen der guten weltweiten Versorgungslage für Ölsaaten und der knappen Rapsversorgung in der EU-28.

Sojabohne in China gefragt

Niedrige Bewertung für Rapsöl und Rapsschrot

Handelseinschränkung für kanadischen Raps

Weniger Raps in der EU-28

Schlussfolgerung

Ende der Talfahrt? (23. Februar 2019)

Nach einer monatelangen Seitwärtsbewegung am weltweiten Getreidemarkt rutschten die Kurse an den Börsen nach unten. In der dritten Februardekade fiel der Kurs des Märzweizen in Paris deutlich unter die 200 €-Linie und näherte sich bereits der 190 €-Marke. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer wurde vom Kursrutsch überrascht. Die Börse in Chicago fiel der Märzweizen im gleichen Zeitraum von 192 $/t auf 176 $/t. Leicht zeitversetzt folgten die regionalen Märkte den Vorgaben der Börsen. Landwirte wurden wieder Preise von zum Teil unter 190 €/t ab Station für eingelagerte Ware genannt. Die Preise für Futtergerste waren bereits Ende Januar auf Talfahrt gegangen. Erste Landwirte denken bereits über Notverkäufe nach. Mittlerweile hat sich der Kurs an den Börsen wieder leicht erholt. Der Weizenkurs in Paris schloss die dritte Februarwoche mit 196 €/t. Im Folgenden werden die Hintergründe der aktuellen Marktentwicklung analysiert.

Der verunsicherte Markt

Die Binnenmarktversorgung

IGC-Bericht überrascht 

Schlussfolgerung

Ausbleibende Reaktion auf USDA-Bericht (10. Februar 2019)

Durch den Shut-Down des US-Haushaltes standen in der amerikanischen Administration im Januar die Räder still. Die wöchentlichen und monatlichen Berichte über die amerikanischen und weltweiten Agrarmärkte wurden nicht erstellt. Vielen Marktteilnehmern fehlte daher die Orientierung. Daher warteten sie am 8. Februar auf den Bericht über die weltweite Entwicklung von Getreide und Ölsaaten. Das Kursfeuerwerk blieb aber weltweit an den Börsen aus. Die Kurse bewegten sich weiterhin seitwärts, da die Korrekturen insgesamt im erwarteten Rahmen ausfielen. Während in den USA die Sojabohne seit Jahresbeginn zwischen 330 $/t und 340 $/t gehandelt wurde, hat sich der Rapskurs in Paris seit der letzten Januardekade zwischen 370 und 372 €/t bewegt. Trotz der ausbleibenden Börsenreaktion hat sich die weltweite Versorgungslage seit dem Dezemberbericht von vor zwei Monaten verändert. Im Folgenden werden Marktfaktoren analysiert.

Weltweit weniger Ölsaaten

Raps weiterhin knapp

Argentinisches Biodiesel

Schlussfolgerung