Marktkommentar - News für KW 04/2019 - Region Schleswig-Holstein


Getreide in der Warteschleife (26. Januar 2019)

Seit Monaten blicken die Landwirte in der EU-28 auf die Seitwärtsbewegung der internationalen und regionalen Getreidemärkte. Der Weizenkurs in Paris schwankte seit September 2018 zwischen 197 und 207 €/t Ende Januar bewegte sich der Kurs für den Märzweizen am oberen Kursband. Die regionalen Märkte folgen den Vorgaben aus Paris. Innerhalb Deutschland haben sich die Weizenpreise ab Station für die Landwirte angeglichen. Landwirte nennen Verkaufspreise für Weizen zwischen 195 und 203 €/t. Im Binnenland werden nahezu die gleichen Preise wie an den hafennahen Standorten gezahlt. Die Qualität des Weizens spielt in den Verkaufsgesprächen eine untergeordnete Rolle. Der preisstabilisierende Faktor ist in vielen Regionen die Verarbeitungsindustrie. Besonders mit den Einkäufern von Kraftfutterwerken oder Ethanolwerken verlaufen die Preisverhandlungen auf dem aktuellen Preisniveau unproblematisch. Viele Landwirte haben ihre Vermarktung zu Beginn des Jahres fortgesetzt. Neben der Vermarktung am Binnenmarkt geht der Blick auf die Exportmärkte in der Erwartung der Erwartung von Preisimpulsen durch den Weltmarkt. Im Folgenden werden die aktuellen Marktfaktoren beleuchtet.

Russland im Rückwärtsgang

Ukraine ausverkauft

EU-Ware wenig nachgefragt

Abnehmende Weizenvorräte

Schlussfolgerungen für die Vermarktung

Fragezeichen hinter der südamerikanischen Ernte (13. Januar 2019)

Der Blick an den weltweiten Börsen ging seit Jahresbeginn nach Südamerika und nach Peking. In Südamerika bereitet das trockene Wetter den Farmern Sorgen und in Peking fanden die Handelsgespräche zwischen den USA und China statt. Trotz dieser beiden Markt prägenden Ereignisse bewegten sich die Kurse am Ölsaatenmarkt vorerst seitwärts. In Chicago wurde die Sojabohne zwischen 330 und 340 $/t und in Paris zwischen 365 und 368 €/t gehandelt. Im Gegensatz zur Pariser Börse erholten sich die Rapspreise franko Ölmühle nach der Preisschwäche zum Jahresende 2018. Franko Ölmühle stiegen die Preise um 8 bis 12 €/t. Im Folgenden werden die Auswirkungen der südamerikanischen Vegetationsentwicklung und der Handelsgespräche in Peking analysiert.

Weniger Sojabohnen

Hohe US-Vorräte 

Teurer EU-Raps

Schlussfolgerungen

Neujahrsgruß 2019

Es geht im Leben nicht darum, 

zu warten, dass das Unwetter vorbezieht. 

Es geht darum, zu lernen, 

im Regen /in der Sonne zu tanzen.

Hillary Hinton Ziglar (1926-2012)

US-amerikanischer Geschäftsmann und Autor

 

Im Vorjahr schrieben wir in unserem Neujahrsgruß ......

Raps im Abseits (23. Dezember 2018)

In den vergangenen 20 Jahren leuchteten beim Thema Raps die Augen. Raps trug durch die hohe Eigenrentabilität und dem Vorfruchtwert entscheidend zum Erfolg des Ackerbaus bei. Hohe Rapserträge und hohe Preise infolge der steigenden weltweiten Nachfrage nach Ölsaaten sowie der Ausbau der europäischen Biodieselproduktion waren die Faktoren des Erfolges. Dies hat sich in den vergangenen Jahren langsam geändert. Sinkende Erträge aufgrund zu enger Fruchtfolgen, Einschränkungen im Pflanzenschutz sowie einer veränderte Biodieselpolitik brachten neben schwierigen Witterungsjahren den Raps unter Druck. Zusätzlich drücken die Rekordernten bei Sojabohnen und Sonnenblumen auf den Preis. Der Raps ist mittlerweile zum Sorgenkind im Ackerbau geworden. Neben den ackerbaulichen Problemfeldern ist in den kommenden Monaten die Marktentwicklung zu beachten.

Rapspreis unter Druck

Rekordernte bei Sojabohnen

Rekordernte bei Sonnenblumen

Druck auf den Rapsölpreis

Wenig Raps zur Ernte 2019

Schlussfolgerung