Marktkommentar - News für KW 02/2020 - Region Schleswig-Holstein


Getreideverkäufe fortsetzen (12. Januar 2020)

Die positive Stimmung zum Jahreswechsel 2019/20 hat sich in der ersten Januardekade fortgesetzt. Die Börsen in Chicago und Paris starteten in das Jahrzehnt mit leichten Kurssteigerungen. In Chicago stieg der Märzweizen um 3 $/t auf 207 $/t (187 €/t) und in Paris um 3 €/t auf 192 €/t. Der positive Trend ist auch in den deutschen Seehäfen sichtbar. Die Verschiffung von Exportweizen aus der EU-28 hat sich zu Beginn des Jahres fortgesetzt. In den Ostseehäfen wird von Exportverladungen nach Saudi-Arabien und Afrika berichtet. Insgesamt wird zu Jahresbeginn von Weizen- und Gerstenverladungen in Höhe von knapp 200.000 t berichtet. Die hohen Handelsaktivitäten führten im Dezember und in der ersten Januardekade zu einer regen Handelstätigkeit im Norden. Die Landwirte nutzten die anziehenden Preise für die Fortsetzung der Vermarktung. Es wurden Verkaufspreise von A- und B-Weizen von 180 bis 184 €/t ab Station genannt. In den deutschen Seehäfen wurden in Abhängigkeit der Qualität Preisprämien auf die Pariser Börse von 3 bis 5 €/t gewährt. Auch der Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, USDA, vom 10. Januar unterstreicht die positive Exportentwicklung für die EU-28.

Steigende EU-Weizenexporte

Schwächelnde russische Weizenexporte

EU-Gerste wieder wettbewerbsfähig

Mais ist nachgefragt

Weltweite Getreidevorräte sinken

Schlussfolgerung

Neujahrsgruß 2020

          Wir sind, was wir denken.

          Alles, was wir sind, entsteht

          aus unseren Gedanken. 

          Mit unseren Gedanken

           formen wir die Welt.

                                                        Buddha

 

Die Diskrepanz zwischen den Gedanken der Gesellschaft, .....

 

Weizen im Licht der Exportmärkte (20. Dezember2019)

Nach dem Dürrejahr 2018 hatte sich mit Beginn der Ernte 2019 weltweit der Getreidemarkt beruhigt. Einige Marktbeteiligten sahen nach der Ernte dunkle Wolken und die Gefahr einer Absatzkrise aufziehen. Die Getreidemärkte haben sich nach der kurzen Preiskrise im Spätsommer wieder erholt. Seit dem Kurstief Anfang September mit 170 €/t ist der Märzweizen in Paris auf 186 €/t Ende der dritten Dezemberwoche angestiegen. In Chicago stieg im gleichen Zeitraum der Weizen um 32 $/t auf 201 $/t. Die Preissteigerungen zeigen sich auch an den regionalen Märkten. Vor allem in den Küstenregionen wurde Weizen stark nachgefragt. So werden ab Station in Nähe zu den Ostseehäfen Preise zwischen 178 €/t und 183 €/t im Binnenland Preise von 170-175 €/t genannt.

Hohes Exporttempo

Vorräte überbewertet

Problematische Maisernte in den USA

Schlussfolgerung

Erschwerte Weizenaussaat

Raps im Aufwind (15. Dezember 2019)

Am Rapsmarkt ist in den vergangenen Wochen einen Höhenflug zu beobachten. Seit Ende Oktober ist der Kurs für den Februarraps an der Matif in Paris bis Mitte Dezember um 20 €/t auf die magische Hürde von 400 €/t gestiegen. Die Ölmühlen zahlen Lieferung Dezember aktuell Preisaufschläge von 5 €/t gegenüber Paris. Für Lieferung Februar werden sogar Preise von 410 €/t genannt. Landwirte erhalten einschließlich Bonifikation bereits um die 400 €/t ab Station. Der Mairaps wird mit 394 €/t mehr als 5 €/t unterhalb des Frontmonats gehandelt. Diese inverse Preiskonstellation ist stärker ausgeprägt als in Normaljahren. Im Folgenden werden die Gründe für das hohe Preisniveau sowie der inversen Preisstruktur erläutert und eine Empfehlung für die Vermarktung abgeleitet.

Europäische Ware gesucht

Dürre in Australien

Diskussion um Canola

Preisanstieg beim Palmöl

Beilegung des Handelsstreits?

Niedrige Rapsaussaat 2020

Schlussfolgerung für die Vermarktung