Marktkommentar - News für KW 01/2021 - Region Schleswig-Holstein


Neujahrsgruß 2021

Alles auf Null,
alles Neu in 2021

ASP, Corona, Familienstreit, ...
war gestern
„Zwischen“ den Jahren innehalten
Rückblick auf 2020
Auf die Reset-Taste drücken
Zur Ruhe kommen, Kraft tanken
Von Null anfangen
Erwartungen für 2021 verfassen
Gute Vorsätze und neuen Schwung freisetzen
Auf geht`s.

 

Wir wissen alle, so einfach ist es nicht: Das Vergangene können wir nicht abschütteln. Beruf, Unternehmen oder die private Situation nehmen wir als Ausgangspunkt mit in das Jahr 2021. Wir fangen nicht bei Null an. Das Erreichte bleibt und hilft uns in der Zukunft. Es ist aber kein Ruhepolster, sondern den Erfolg müssen wir erneut unter Beweis stellen. Es motiviert uns, dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben. Leider nehmen wir auch das „Unerreichte“ mit. Die nicht gelösten Herausforderungen bleiben uns erhalten. In der Tat können wir versuchen, den Schwung des Jahreswechsels mit neuen Vorsätzen zu nutzen, um „endlich“ das „Unerreich-te“ auf den Weg zu bringen. Das auf den Wegbringen ist der wichtigste Schritt und setzt weitere Energie frei. Mit dem neuen Schwung können wir Berge in Bewegung setzen. 
Diesen Schwung können wir in der Landwirtschaft gebrauchen. Die Herausforderungen aus 2020 durch Wetter, Markt und Politik nehmen wir mit ins neue Jahr. Spannend bleibt es von Corona über die Preismisere in der Schweineproduktion, die Diskussion „gerechter“ Preise an der Ladentheke, die EU-Agrarreform bis hin zur Umgestaltung der deutschen Ackerbaustrate-gie. Auf Vieles hat der Einzelne keinen Einfluß bzw. nur begrenzt durch das Mitwirken in den „Verbänden“. Die Hauptaufgabe bleibt es, seinen eigenen Betrieb in der stürmischen See kri-senfest zu aufzustellen. Letztendlich steht die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit im Mittel-punkt des Handelns. In der Wirtschaft spricht man in diesem Zusammenhang von der unternehmerischen Resilienz. Unternehmerische Resilienz ist die Eigenschaft eines Unternehmens, externe Schocks oder Verwerfungen der sozialen, wirtschaftlichen oder politischen Rahmen-bedingungen auszuhalten und sich an die neuen Bedingungen anpassen zu können. Die Auf-gabe der Erhöhung der Widerstandfähigkeit umspannt das Unternehmen von der Wahl der Fruchtfolge über die Mechanisierung, der Mitarbeiterführung bis hin zur Finanzierung. Letzt-endlich geht es immer wieder darum, das eigene Unternehmen krisenfest zu halten bzw. zu machen.
Der Blick zurück auf das Jahr 2020 und der anschließende Blick nach vorne ist zum Jahres-wechsel eine gute alte Tradition. Für die Situation auf den landwirtschaftlichen Betrieben führt die Hanse-Agro mit Ihnen jährlich die Analyse Ihrer betriebswirtschaftlichen und techni-schen Kennzahlen durch. Wir diskutieren anschließend mit Ihnen über die Widerstandsfähig-keit ihres Unternehmens und wenn notwendig über die notwendigen Veränderungsprozesse für die kommenden Jahre.
          
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein segensreiches Jahr 2021.

Reimer Mohr -  Johannes Trittel - Hauke Schuppenhauer 

Ölsaaten: Weiter aufwärts? (30. Dezember 20)

In Nordamerika kletterten die Kurse für Sojabohnen und Raps auf ein 6-Jahreshoch. Die Dynamik der Märkte erweckt den Anschein, als wären die Ölsaaten weltweit ausverkauft. Allein im Dezember stieg in Chicago die Sojabohne um 35 $/t auf 460 $/t. Insgesamt betrug die Kurssteigerung im zweiten Halbjahr 2020 130 $/t. Der Januarraps in Winnipeg stieg im gleichen Zeitraum um 155 CAD/t auf 628 CAD/t. Allein im Dezember betrug der Anstieg 60 CAD/t. Dagegen war die Aufwärtsbewegung in Paris für den Februarraps seit Juli mit 38 €/t auf 418 €/t vergleichsweise zaghaft aus. Im Folgenden werden die Unterschiede der Preisentwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks diskutiert und es wird ein Ausblick für Marktentwicklung in den kommenden Monaten gegeben.

EU-Raps unterbewertet

Knappe weltweite Ölsaatenversorgung

Hohe Sojabohnenexporte

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Getreidemarkt: Richtung gesucht (13. Dezember 2020)

Seit Monatsbeginn sind die weltweiten Getreide- und Ölsaatenmärkte in Bewegung geraten. In Paris fiel der Märzweizen zunächst auf eines Zweimonatstief von 201 €/t, um anschließend innerhalb von vier Tagen wieder auf 210 €/t zu steigen. Auch der Januarmais stieg nach einem kurzem Zwischentief wieder um 5 €/t auf 191 €/t. Damit folgte Paris der Entwicklung in Chicago. Dort verlor der Märzweizen zunächst 16 $/t, um anschließend wieder um den gleichen Betrag zu steigen. Der US-Mais bewegte sich im gleichen Zeitraum bei einem Kurs von 166 $/t seitwärts. Auch der Ölsaatenmarkt blieb in Bewegung. Im Sog der rückläufigen Sojabohnenkurse in den USA verlor der Februarraps gegenüber dem Kurshoch von 415 €/t am 23. November zunächst 12 €/t um anschließend wieder um 5 €/t zu steigen. Eine hohe australische Weizenernte, Regen in Südamerika, ein stärker werdender Euro und die weltwirtschaftliche Lage in Coronazeiten führen zu starker Verunsicherung der Weltmärkte nach dem Höhenflug der vergangenen Monate. Bei der Suche der Marktrichtung geht der Blick besonders auf den am 10. Dezember erschienenen Bericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, USDA.

Steigende chinesische Importe

Hohe Exporte aus dem Ostseeraum

Ausblick auf die Ernte 2021

Schlussfolgerung für die Vermarktung