Marktkommentar - News für KW 26/2019 - Region Schleswig-Holstein


Fragezeichen hinter der US-Ernte (13. Juni 2019)

Nach dem steilen Anstieg der weltweiten Getreidemärkte in der zweiten Maihälfte hat sich die Kursentwicklung in der ersten Junihälfte wieder beruhigt. Während sich die Kurse in den USA seitwärts bewegten, gaben die Kurse in Europa nach. In Chicago wurde der Septemberweizen am Ende der zweiten Junihälfte für 190 $/t gehandelt und der Dezembermais für 175 $/t. Gegenüber der ersten Maidekade sind die Kurse um 30 $/t gestiegen. In Paris ist der Septemberweizen im Mai um 17 €/t auf 185 €/t gestiegen und anschließend um 8 €/t auf 177 €/t gefallen. Der Novembermais stieg um 16 €/t auf 179 €/t und schloss Mitte Juni mit 173 €/t. Die Beruhigung der Börsen hat sich in Deutschland auf den Handel vor Ort übertragen. Nach Vertragsabschlüssen für Brotweizen von 170 bis 180 €/t ex Ernte fiel das Preisniveau wieder auf 165 bis 170 €/t. Die Ölsaatenmärkte, insbesondere die Sojabohne, folgte den US-Getreidemärkten. Der Kurs für die Dezemberbohne 19 stieg in der zweiten Maihälfte um 20 $/t auf 338 $/t und gab in der zweiten Juniwoche um 12 $/t nach. Der Augustraps in Paris folgte abgeschwächt der Bohne mit einem Anstieg um 6 €/t auf 372 €/t und gab die Gewinne anschließend wieder ab. Für die weitere Marktentwicklung blickt die Welt zum einen auf die Witterung in Nordamerika und zum anderen auf Europa. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seinem Monatsbericht vom 11. Juni die aktuelle Vegetationsentwicklung auf der Nordhalbkugel bewertet. Vor allem die Entwicklung in den USA hat einen hohen Einfluss auf die weltweite Versorgungslage und damit auf die Preisentwicklung.

Weniger Mais in den USA

Gute Weizenversorgung

US-Sojabohnenproduktion mit Fragezeichen

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Nervosität am Getreidemarkt (2. Juni 2019)

Anhaltende Regenfälle im Mittleren Westen der USA haben an den Getreide- und Ölsaatenmärkte zu unerwarteten Kursanstiegen rund um den Globus geführt. In Chicago kletterte der Dezembermais in der zweiten Maihälfte von 146 $/t auf 176 $/t. Dies ist das höchste Kursniveau der vergangenen drei Jahre. Der amerikanische und der europäische Weizenmarkt folgten dem US-Mais. In Chicago stieg der Septemberweizen im gleichen Zeitraum um 32 $/t auf 192 $/t, in Paris um 16 €/t auf 185 €/t und in London der Novemberweizen um 14 €/t auf 178 €/t. Der starke Anstieg der Börsen übertrug sich auch auf die Liefervertragsangebote für die Ernte 2019. Den Landwirten wurden bundesweit zwischen 170 und 180 €/t geboten. Im Folgenden werden die Hintergründe für den Preisanstieg und die Faktoren für die weitere Marktentwicklung erläutert.

Taktgeber US-Mais

Auch Verspätung bei der Sojabohne

US-Sommergetreide nur leicht verzögert

Europa blendet

Schlussfolgerungen für die Vermarktung 

Märkte weiter im Aufwind (29. Mai 2019)

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat gestern im wöchentlichen Bericht zum Aussaatfortschritt ihren Wochenbericht herausgegeben. Die US-Farmer hängen in der Maisaussaat und Sojabohnenaussaat aufgrund von Dauerregen weit zurück. Es soll regional weiter regnen.
Bei Mais wurden erst 58 % der geplanten Fläche von 37,5 Mio. ha ausgesät. Der 5-jährige Durchschnitt liegt bei 90 %. Aufgelaufen sind 32 % statt 69 %. In der Aussaat hängen die US-Farmer 12 Mio. ha hinterher. Das Zeitfenster der Saat schließt Anfang Juni. Sollte es in den kommenden Tagen trocken werden, können die US-Farmer aufgrund ihrer hohen Schlagkraft noch einiges aufholen, aber sicherlich bleibt ein Teil der Fläche ohne Mais bzw. wird Soja gesät. Dazu kommt  eine kürzere Vegetationsperiode und die verspätete Blüte mit dem Risiko steigender Temperaturen in der ersten Augusthälfte.
Auch die Sojabohnenaussaat ist erst auf 29 % der geplanten Fläche von 34,2 Mio. ha beendet.  Der fünfjährige Vergleichswert liegt bei 66 %. Beim Sommerweizen liegt der Saatfortschritt bei 84 %  statt bei 91 %. ........