Marktkommentar - News für KW 44/2020 - Region Schleswig-Holstein


Trockenheit und Nachfrage beflügeln Weizenpreise (18. Oktober 2020)

Seit der Ernte befanden sich die Weizenpreise weltweit in einem leichten Aufwärtstrend. Ende der ersten Oktoberwoche durchbrach der Kurs für den Dezemberweizen an der Matif in Paris die Marke von 200 €/t. Auch Ende der zweiten Oktoberwoche schien der Aufwärtstrend noch immer nicht gestoppt. So schloss der Dezemberweizen am 16.10.2020 bei 209 €/t. Dies sind 30 €/t oberhalb des Kurstiefs Anfang August und der höchste Kurs seit August 2018. In den USA wurde mit 230 US-$/t (196 €/t) sogar fast das Sechs-Jahreshoch erreicht. Auch der Kurs für den Novembermais ist in Paris seit Monatsbeginn um mehr als 15 €/t auf 186 €/t Ende der zweiten Oktoberwoche gestiegen. Im Folgenden werden die Faktoren des momentanen Preisanstieges bei Getreide sowie deren Auswirkung auf die Vermarktung diskutiert. Die aktuelle Situation des Ölsaatenmarktes wird auch kurz betrachtet.

Komfortable Versorgungssituation bei Weizen

Trockenheit in wichtigen Weizenanbauregionen

Fragezeichen hinter der Maisproduktion

Sojabohne stützt Rapsmarkt

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Hoch am Weltmarkt – ASP in Deutschland (4. Oktober 2020)

In den vergangenen Wochen bewegten sich die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte nach oben. In den USA stieg seit Anfang August der Dezemberweizen von 34 $/t auf 214 $/t, der Dezembermais um 30 $/t auf 150 $/t und die Sojabohne um 58 $/t auf 374 $/t.  Allein in der letzten Septemberwoche kletterten der Weizen und die Sojabohne um 10 $/t und der Mais um 6 $/t nach oben. Die Pariser Börse folgte den Vorgaben aus Übersee mit einem Kursanstieg bei Weizen seit Anfang August von 20 €/t und 10 €/t beim Raps. Während der europäische Weizen einem stetigen Aufwärtstrend folgte, wurde beim Raps der Anstieg durch kurze Kurseinbrüche begleitet. Während sich die Börsen nach oben bewegten, ist die Preisentwicklung in Deutschland sehr verhaltend und folgt regional nur zögerlich den internationalen Vorgaben. Im Folgenden werden die Entwicklung an den Börsen und die gedämpfte Stimmung am deutschen Markt und deren Auswirkung auf die Vermarktung diskutiert.

Weniger Vorräte in den USA

Steigende Preise in der Schwarzmeerregion

Trockene Aussaatbedingungen in der Schwarzmeerregion

Weniger Getreide in der EU

ASP-Angst

Schlussfolgerungen für die Vermarktung