Marktkommentar - News für KW 25/2018 - Region Schleswig-Holstein


Politik bestimmt den Ölsaatenmarkt (17. Juni 2018)

Trump hat seine Ankündigung wahrgemacht. Aus einer langen politischen Diskussion ist Wirklichkeit geworden: Auf 1.100 chinesische Waren wird in den USA ein Zoll in Höhe von 25 % erhoben. Die Zölle sollen auf Waren mit einem jährlichen Handelswert von insgesamt 50 Mrd. Dollar eingeführt werden. Die chinesische Antwort ließ nur wenige Stunden auf sich warten. China wird Einfuhrzölle in gleicher Höhe erheben. Trump hat bereits angedroht bei Gegenmaßnahmen die Daumenschrauben weiteranzuziehen. Es droht ein Handelskrieg. Für die Agrarmärkte trifft insbesondere der Importzoll von 25 % auf Sojabohnen die Preisentwicklung. Mit Importen von 103 Mio. t und einem Marktanteil von 65 % im Welthandel ist China der wichtigste Käufer am Markt. Die USA ist neben Brasilien der wichtigste Sojabohnenlieferant für China. Die Einführung der Importzölle kam nicht unerwartet. Der Markt reagiert bereits seit Ende Mai mit fallenden Kursen in Chicago, Winnipeg und Paris. Insgesamt fiel der Sojabohnenkurs innerhalb von 2 Wochen um 50 $/t auf 332 $/t. Der Raps konnte sich dem Abwärtstrend der Bohne nicht entziehen. Im kanadischem Winnipeg fiel der Novemberraps im gleichen Zeitraum um 22 CAD/t auf 507 CAD/t (332 €/t) und in Paris um 15 €/t auf 349 €/t. Die Ölmühlen in Deutschland folgten der Börse und notierten Mitte Juni für Raps Lieferung August zwischen 342 bis 352 €/t. Der Markt steht damit aktuell zwischen der Handelspolitik der USA und der Vegetationsentwicklung auf der Nordhalbkugel. 

Die Folgen der Handelspolitik

Regen im US-Sojagürtel

Trockenheit in Europa

Gute Bedingungen in Kanada

Schlussfolgerungen für die Vermarktung

Starke Verunsicherung am Getreidemarkt (1. Juni 2018)

Die düstere Stimmung der vergangenen Monate hat sich an den weltweiten Börsen aufgelöst. Weltweit zeigten die Getreidepreise in der zweiten Maihälfte einen starken Aufwärtstrend. In Paris stieg der Kurs für den Septemberweizen von 170 €/t bis zum 29. Mai auf 186 €/t. Der Dezemberweizen übersprang kurzfristig sogar die 190 €-Marke. Bis zum Ende der letzten Maiwoche beruhigte sich der Markt. Der Septemberweizen schloss mit einem Kurs von 181 €/t. Auch in Chicago zogen die Getreidepreise weiter an. Der Soft Red Winter stieg zwischenzeitlich um 20 $/t auf 202 $/t (172 €/t) auf ein neues Kurshoch. Dieser Wert wurde zuletzt im Juli 2017 erreicht. Mittlerweile hat sich auch der US-Markt leicht beruhigt. Der Septemberweizen wurde am 1. Juni für 197 $/t (168 €/t) gehandelt. Das zwischenzeitliche Kursfeuer hat sich auf die regionalen Preise übertragen. Franko Seehafen wurde für Brotweizen Lieferung September 185 bis 190 €/t gezahlt. Landwirte an der Küste berichteten von Weizenpreisen ab Station für die Ernte 2018 von 170 bis 175 €/t. Im Binnenland lagen die Preisgebote häufig zwischen 160 bis 170 €/t. Für A-Weizen wurden Aufschläge von 5 €/t angeboten. Mit dem Rückgang der Börsenkurse gaben auch die regionalen Preisnennungen wieder nach. Aufgrund der Preisdifferenz zwischen der eingelagerten Ware aus 2017 und der heranwachsenden Ernte planen einige Landwirte den Weizen zu überlagern. Im Folgenden werden die Marktfaktoren der aktuellen Entwicklung diskutiert.

Die Witterung

Die weltweite Ernteschätzung

Hohe Unsicherheit

Währung und Rohölmarkt

Auswirkungen auf die Vermarktung

Energiemarkt stützt Ölsaaten (21. Oktober 2018)

Nach Erreichen des Tiefpunktes von 341 €/t Ende April hat sich der Rapskurs für den Augustraps in Paris in den vergangenen drei Wochen deutlich erholt. Am Ende der dritten Maiwoche kletterte der Kurs auf 355 €/t. Für die neue Ernte werden Landwirten ab Station mittlerweile wieder Preise zwischen 335 und 342 €/t genannt. In Kanada bewegte sich der Novemberraps im gleichen Zeitraum mit einem Kurs von 520 CAD/t (344 €/t) seitwärts und die Novemberbohne in Chicago fiel um 20 $/t auf 370 $/t. Die unterschiedliche Preisentwicklung an den Ölsaatenmärkten findet ihre Gründe neben der Angebots- und Nachfrageentwicklung in den Währungsverhältnissen, der Politik und dem Energiemarkt. Im Folgenden werden die aktuellen Marktfaktoren diskutiert. 

Die Euroschwäche

Der Ölpreisanstieg

Fragezeichen hinter der USDA-Bilanz

Erfolgreiche US-Sojabohnenaussaat

Fragezeichen hinter der EU-Rapsproduktion 

Schlussfolgerungen für die Vermarktung