Marktkommentar - News für KW 42/2018 - Region Schleswig-Holstein


Weizenmarkt: Leichter Aufwärtstrend (7. Oktober 2018)

An den Getreidemärkten herrschte in der ersten Oktoberwoche trotz der erwarteten hohen Maisernte eine positive Marktstimmung. Nach der leichten Delle im September zeigen die Weizenkurse an den weltweiten Börsen und Handelsplätzen wieder leicht nach oben. Nach dem Kurstief Mitte September in Paris ist dort der Kurs für Dezemberweizen um 7 €/t auf 203 €/t gestiegen. Die Börsenentwicklung strahlt auf die europäischen Seehäfen von der Schwarzmeerregion bis zum Atlantik aus. Dort haben die Preise in den Exporthäfen wieder die Marke von 200 €/t überschritten. Am Weltmarkt besteht hinsichtlich der Handelsströme zwischen den Export- und den Importländern noch Fragezeichen über die tatsächliche Lieferfähigkeiten der Exportregionen. Im Folgenden wird die aktuelle Situation beschrieben.

Hohes russisches Exporttempo  

Hohe Maisernte in Südosteuropa

Die weltweiten Prognosen

EU-Ernteprognosen mit Fragezeichen

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Reichliches Ölsaatenangebot (23. September 2018)

Zu Beginn der zweiten Septemberhälfte fiel der Kurs der Sojabohne auf das niedrigste Niveau seit 10 Jahren. Das zehnjährige Kurstief wurde am 18. September mit 299 $/t erreicht. Eine erwartete US-Rekordernte 2018 und der Handelsstreit mit China setzen den US-Markt stark unter Druck. Dieser Druck hat sich auf den europäischen Ölsaatenmarkt übertragen. Durch das Wegbrechen des chinesischen Marktes rückt Europa zu den wichtigsten Handelspartnern für die USA auf. Der EU-Sonnenblumen- und Rapsmarkt hat daher in den vergangenen Wochen nachgegeben. In Paris fiel der Novemberraps nach dem Zwischenhoch in der zweiten Augustdekade um 22 €/t auf 362 €/t. Die regionalen Ölmühlen in Deutschland folgten den Vorgaben aus Chicago und Paris. Aufgrund der knappen EU-Versorgungslage wurde in der dritten Septemberwoche franko Ölmühle zwischen 364 und 373 €/t für Raps gezahlt. Dabei wurden die höchsten Preise im Binnenland genannt. Im Folgenden werden die Marktaussichten für die kommenden Wochen analysiert.

Weltweit gute Versorgungslage

Zweigeteilter Sojabohnenmarkt

Sojaschrot belastet Rapsschrot

Reichlich Pflanzenöl

Raps weltweit sehr knapp

Schlussfolgerung