Marktkommentar - News für KW 25/2013 - Region Schleswig-Holstein


Zerbrechliche Bilanzen (16. Juni 2013)

den vergangenen Wochen nahm der Druck an den internationalen Getreidemärkten trotz des Rückgangs der weltweiten Lagervorräte um 42 Mio. t weiter zu.  Lagerware scheint im Juni reichlich verfügbar zu sein. Die Mengenkalkulation der Käufer ist mit spitzem Bleistift gerechnet. Die Verarbeiter wollen im Übergang von der alten Ernte zur neuen Ernte keine Tonne Getreide zu teuer einkaufen. Das hohe Preisniveau in der EU-27 hat reichlich Mais vom Weltmarkt angelockt, der die Versorgungslücke durch die knappe Ernte 2012 und die aktuellen hohen EU-Weizenexporte schließt. Der Effekt der hohen Maisimporte wurde seitens der lagerhaltenden Landwirte und Händler unterschätzt. Deutschlandweit wurde Mitte Juni franko Verarbeiter  für Brotweizen zwischen 220 bis 230 €/t bezahlt. Gegenüber der Preisspitze im November/Dezember 2012 hat  der Weizenpreis damit um 50 bis 60 €/t nachgegeben. Der Preisdruck wurde durch die guten Aussichten der heranwachsenden Ernte 2013 verstärkt.

„Rain makes Grain“

Die massiven Regenfälle in Deutschland, Tschechien und Österreich führten zu Überschwemmungen und erheblichen wirtschaftlichen Schäden längst .......

Warten auf die Rekordernte (2. Juni 2013)

Während die neue Ernte heranwächst, werden in der Landwirtschaft und im Handel die Läger ausgefegt. Statt den Besen ist vielerorts noch der Teleskoplader im Einsatz. Der Spruch „Kleine Ernten werden niemals leer“ scheint sich auch in diesem Jahr zu bewahrheiten. Einige Landwirte haben noch 20 bis 25 % ihrer Weizenernte liegen. In Anbetracht der zunehmenden Angebote hält sich die Verarbeitungsindustrie bedeckt. Sie kauft häufig nur den Tagesbedarf. Aufgrund der hohen Preisdifferenz zwischen Lagerware und der heranwachsenden Ernte ist es das Ziel die Übergangsvorräte so niedrig wie möglich zu halten. Im Mai sind die Weizenpreise in Deutschland um 20 bis 25 €/t gefallen. Franko Verarbeiter wird deutschlandweit für Brotweizen zwischen 225 und 235 €/t bezahlt. Die höchsten Preise werden dabei in den Verbrauchsregionen Westdeutschlands genannt. Die Hoffnung auf einen Wiederanstieg der Preise schwindet von Tag zu Tag. Kurz vor der Ernte wird noch die eine oder andere Getreidepartie für den kurzfristigen Bedarf nachgefragt werden, aber ein allgemeiner Anstieg der Preise ist wenig wahrscheinlich. Daher erscheint es sinnvoll, sich mit „Schmerzen“ von der alten Ernte zu trennen. Landwirte, die den Nervenkitzel brauchen, können mit 5 bis 10 % der eingelagerten Ware auf den Anschluss bis zum Erntebeginn spekulieren. Bei der Mehrzahl der Landwirte steht ...........

Vermarktungsseminar

Einladung zum betriebswirtschaftlichen Seminar
in Mecklenburg-Vorpommern am 11. Juni 13
in Niedersachsen am 12. Juni 13

Vermarktung: Neue Möglichkeiten der Preissicherung

Zeit: 10:00 - 16:00

Seminarleitung: Reimer Mohr
Seminarort: Hotel Golfpark Strelasund in Kaschow/Mecklenburg-Vorpommern
Hotel Fricke in Lehrte/ Niedersachsen

Kosten: 150 € + Tagungspauschale 30 € + Mwst.
Betriebswirtschaftlichberatene Betriebe der Hanse Agro
und Betriebe der Vermarktungsbegleitung erhalten einen Rabatt von 50 €.

Seminarinhalte:

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Vom Engpass zum Überschuss (21. Mai 2013)

Während an den Getreidemärkten in den vergangenen Wochen ein Abwärtstrend zu beobachten war, stiegen die Kurse an den Ölsaatenmärkte für die eingelagerte Ernte 2012 leicht an und für die heranwachsende Ernte 2013 bewegten sich die Kurse seitwärts. Trotz der hohen südamerikanischen Ernte blieb damit der Preisdruck an den Märkten aus. In Chicago stieg der Kurs der Julibohne seit dem Kurstief im April um 40 $/t auf 530 $/t und die Novemberbohne um 10 $/t auf 450 $/t. In Paris bewegte sich der Kurs für den Augustraps 2013 im gleichen Zeitraum zwischen 425 und 435 €/t. Franko Ölmühle wurden Lieferverträge für Raps ex Ernte deutschlandweit zwischen 420 und 435 €/t angeboten. Der Preis für die Restmengen der eingelagerten Ware stieg franko Ölmühle wieder auf 470 bis 480 €/t. Sojabohne, Raps und Sonnenblumen sind am Weltmarkt gefragt.

Knappe Vorräte

Die niedrige Ernte auf der Nordhalbkugel im Herbst 2012 traf auf eine ......