Marktkommentar - News für KW 38/2017 - Region Schleswig-Holstein


Lichtblicke bei Gerste, Roggen und Hafer (10. September 2017)

Nach dem kurzen Höhenflug im Frühsommer sind die Weizenkurse an den weltweiten Börsen stark gefallen. In Chicago fiel der Dezemberweizen um 50 $/t  auf 161 $/t und in Paris um 27 €/t auf 159 €/t. Die regionalen Märkte in Deutschland folgten den Vorgaben der internationalen Märkte. Aktuell werden den Landwirten deutschlandweit ab Station für Brotweizen in Abhängigkeit der Transortentfernungen zu den Verarbeitern zwischen 140 und 150 €/t geboten. Hintergründe für den Kursverfall sind das sehr hohe weltweite Weizenangebot und der damit verbundene Anstieg der Lagervorräte sowie die Dollarschwäche. Im Schatten des Weizens ist eine positive Marktentwicklung bei Gerste, Roggen und Hafer zu beobachten. Im Folgenden werden deren Aussichten für die kommenden Monate und die Abgrenzung zum Weizenmarkt beschrieben.

Weltweit hoher Angebotsdruck bei Weizen 

Weniger Gerste

Roggenpreise sind Spitze

Qualitätshafer hat seinen Preis

Schlussfolgerung

Tiefpunkt erreicht? (27. August 2017)

Der weltweite Ölsaatenmarkt war in den vergangenen Wochen zweigeteilt. Während die Sojabohne an den weltweiten Agrarmärkten aufgrund der hohen Ernteerwartung in den USA täglich an Wert verlor, widersetzte sich der Rapsmarkt dem starken Abwärtstrend. Die Novemberbohne in Chicago fiel seit Mitte Juli von 370 $/t bis Mitte August um 30 $/t. In der zweiten Augusthälfte haben sich die Sojabohnenkurse leicht erholt. So wurde am Ende der letzten Augustwoche die Bohne für 345 $/t in Chicago gehandelt. Der Novemberraps in Paris bewegte sich im gleichen Zeitraum seitwärts zwischen 365 und 375 €/t. Dabei ist in der dritten Augustdekade ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten. Im kanadischen Winnipeg schwankten die Kurse für den Novemberraps zwischen 490  bis 510 CAD/t (330 – 345 €/t). Die Stärke des Rapsmarktes in der EU-28 wird an der hohen Preisprämie von Raps zur Sojabohne deutlich. Europäischer Raps erzielt derzeit einen Aufschlag von 75 €/t. Gleichzeitig stiegen in den letzten drei Augustwochen die Palmölkurse in Kuala Lumpur/ Malaysia um knapp 8 % auf 2.777 MYR/t (550 €/t). Auch das Sojaöl in Chicago erholte sich nach dem Kurseinbruch in der ersten Augusthälfte. In der zweiten Augusthälfte stieg der Kurs um 45 $/t auf 767$/t. Die jüngste Kursentwicklung am Ölsaatenmarkt wirft die Frage auf, ob das Kurstief bereits erreicht ist. Im Folgenden werden die aktuellen Hintergrundinformationen auf die weitere Preisentwicklung diskutiert.

Steigende Lagervorräte 

Antidumpingzölle

Weniger Raps

Die Rapspreise in Deutschland

Schlussfolgerung für die Vermarktung