Marktkommentar - News für KW 30/2017 - Region Schleswig-Holstein


Preisrichtung gesucht (16. Juli 2017)

Der internationale Ölsaatenmarkt sucht seine Marktrichtung. Nach der Veröffentlichung der Rekordaussaatfläche im März fiel der Sojabohnenmarkt von 390 $/t bis Juni auf 330 $/t. Mit dem Beginn der Trockenheit und Hitze im Mittleren Westen der USA kletterte der Kurs für die die Novemberbohne in der ersten Julidekade auf 377 $/t. Nach dem Erscheinen des USDA-Berichts am 12. Juli, der weiterhin an der hohen Ernteprognose für die Bohne festhielt, fielen die Kurse um 15 $/t, um anschließend wieder um 5 $/t zu steigen. Angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit in Teilen des Mais- und Sojagürtels wird die USDA-Prognose von einigen Analysten in Zweifel gezogen. Der verunsicherte Sojabohnenmarkt hat sich auf den Rapsmarkt übertragen. Im kanadischen Winnipeg ist der Kursverlauf mit dem Auf und Ab eines Jojos zu vergleichen. Der Kurs des Novemberrapses schwankte zwischen 470 und 530 CAD/t. Paris erreichte in den ersten Junitagen sein Tiefpunkt mit 353 €/t. In den folgenden vier Wochen kletterte er auf 377 €/t, um nach dem USDA-Bericht wieder 6 €/t nachzugeben. Vor allem die US-Wettermärkte bestimmten in den letzten Wochen das Auf und Ab am Ölsaatenmarkt. Die Marktteilnehmer haben Angst vor hohen Produktionseinbrüchen in den USA. Im Folgenden werden die Markthintergründe erläutert, die über die Wetterkapriolen hinaus weisen.

Hohe weltweite Vorräte

Hitze und Trockenheit in den USA

Wolken über der Rapsproduktion

Knappe EU-Versorgung

Preisgünstiges Ölschrot

Schlussfolgerung für die Vermarktung

Zu wenig Qualitätsweizen (2. Juli 2017)

In der letzten Juniwoche sind die hohen Kursschwankungen an die weltweiten Börsen zurückgekehrt. Nach dem Aufwärtstrend in der zweiten Junidekade, in dem der  Septemberkurs in der Spitze auf 180 €/t gestiegen ist, fiel er bis zum 28. Juni auf 169 €/t, um in den kommenden zwei  Tagen wieder auf 176 €/t zu steigen. Die Rallye wird von den US-Börsen angeheizt. In Chicago stieg der Septemberweizen innerhalb einer Woche um 19 $/t auf 193 $/t (170 €/t). Der stärkste Aufwärtstrend ist in Minneapolis zu beobachten. Dort stieg der Qualitätsweizen um 39 $/t auf 284 $/t (248 €/t). Die aktuelle Preishausse geht von der Vegetationsentwicklung in den USA aus. Im Folgenden wird die dortige Entwicklung und die damit zusammenhängenden Folgen für den europäischen Markt beschrieben.

Weniger US-Weizen

Rückgang der kanadischen Anbaufläche

Kleinere EU-Ernte 

Weltweite Bilanz mit Fragezeichen

Schlussfolgerung für die Vermarktung