Marktkommentar - News für KW 06/2012 - Region Schleswig-Holstein
Rapspreise – 500 € in Reichweite?
Im Januar überschritt der Rapskurs in Paris erstmals die 450-€-Marke. Im September und Oktober 2011 war er bereits zweimal an dieser Marke gescheitert. Ende Januar durchbrach der Kurs dann sogar die 470-€-Marke. Die schnelle Aufwärtsbewegung weckt die Hoffnung auf einen Rapspreis von 500 €/t. Im letzten Jahr lag das Kurshoch in Paris bereits bei 525 €/t. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen zeigen, dass Landwirte vor einem Jahr einzelne Rapspartien für deutlich über 500 €/t verkauft haben. Bereits im Vorjahr wurde der Kursanstieg durch die Witterungsereignisse in Südamerika beflügelt. Im Folgenden wird die Möglichkeit eines weiteren Aufwärtstrends am internationalen Ölsaatenmarkt beschrieben.
Die Witterung in Südamerika
Seit Wochen blickt die Welt auf das Wetter in den Mais- und Sojabohnenanbaugebieten in Südamerika. Das Witterungsphänomen „La Nina“ hält die Märkte in Atem. Nach einer sehr langen Trockenphase im Dezember und den ersten Januartagen verbesserten erste Niederschläge die Wachstumsbedingungen der Sojabohnen in Argentinien und im südlichen Brasilien. Dies führte zwischenzeitlich zu einem Kursrückgang an den Börsen. Ende Januar war es regional allerdings wieder zu trocken. Der Blick auf das Wetterradar diktierte die Börsenkurse. Dagegen waren die Wachstumsbedingungen in den nördlichen Anbauregionen Brasiliens sehr gut. Dort beginnt in diesen Tagen die Ernte. Meteorlogen erwarten ..........
Getreidepreise – Sekt oder Selter
Kurz rauf und schon wieder runter! Die Getreide und Ölsaatenmärkte spielen derzeit Jojo. Erst Trockenheit- dann Regen, das südamerikanische Wetter bewegt in diesen Tagen die Weltmärkte. Nach dem Kurstief im Dezember waren die Kurse an den weltweiten Börsen bis zum 12. Januar gestiegen. Besonders die Rallye am Weizenmarkt verblüffte die Marktbeteiligten. Der Märzweizen in Paris stieg um 25 €/t auf 202 €/t und in Chicago um 30 $/t auf 240 $/t. Den höchsten Anstieg verzeichnete der Ölsaatenmarkt. Die Märzbohne legte im gleichen Zeitraum um 50 $/t auf 450 $/t zu und der Februarraps um 40 €/t auf 455 €/t. Mit beginnenden Regen in Argentinien und dem Erscheinen des Monatsberichtes des Amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) drehte sich der Markt. Die Getreide- und Ölsaatenkurse gaben weltweit innerhalb eines Tages um 5 bis 10 €/t. Der Markthintergrund stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Das Wetter in Südamerika
Noch Anfang der 2. Januarwoche berichtete die Argentinische Landwirtschaftliche Gesellschaft über die geringsten Niederschläge der letzten 40 Jahre. Es wurden Befürchtungen laut, dass .....
