Marktkommentar - News für KW 20/2013 - Region Schleswig-Holstein
Alle Jahre wieder(12. Mai 2013)
Es ist Mai, auf der Nordhalbkugel wird gesät, die Natur beginnt zu wachsen und zu blühen. Die ersten Hochrechnungen werden gemacht. Es werden Daten über die Aussaatflächen gesammelt, leichte Korrekturen für Auswinterungen und Trockenheit vorgenommen. Insgesamt wird in irgendeiner Weise eine neue hohe Ernte bzw. Rekordernte vorhergesagt.
Ende April war es der Internationale Getreiderat (IGC) und am letzten Freitag das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA). Das Ergebnis Rekordernte und eine Erhöhung der weltweiten Vorräte zum 30. Juni 2014. Das USDA hat den Rat in London dabei noch übertroffen. Das USDA prognostiziert eine weltweite Getreideernte von 1.955 Mio. t (IGC: 1.906 Mio. t). Dies sind 171 Mio. t mehr als im Vorjahr. Der Verbrauch soll um 102 Mio. t auf 1.916 Mio. t (IGC: 1.875 Mio. t) steigen. Die weltweiten Vorräte sollen von 335 Mio. t auf 372 Mio. t (IGC: 361 Mio. t) steigen. Das Verhältnis Vorrat zu Verbrauch verbessert sich um 0,9 % auf ........
Trockenheit, Hitze, Frost und Nässe (5. Mai 2013)
Die weltweiten Weizenmärkte bewegten sich in den vergangenen vier Wochen seitwärts. In den USA schwankten die Kurse für den Maiweizen zwischen 255 $/t und 262 $/t und in Paris zwischen 242 €/t und 250 €/t. In Deutschland folgten die regionalen Märkte den Vorgaben aus Paris. Für Brotweizen franko Verarbeiter wurde im Norden 250 €/t bezahlt, im Osten und Süden 245 €/t und im Westen 260 bis 265 €/t. Die Verarbeitungsstufe soll für die kommenden Wochen gut mit Ware eingedeckt sein. Aufgrund der hohen Preisdifferenz von 40 bis 50 €/t zwischen der eingelagerten Ware und der heranwachsenden Ernte werden die Verarbeiter nicht mehr Ware als notwendig bevorraten. Trotz des hohen Preisniveaus ist die EU-27 in den Exportgeschäften weiter erfolgreich. So hat die EU-Kommission in der ersten Maiwoche für 318.000 t Weizen Exportlizenzen erteilt. Deutsche Exporteure erhielten für 157.000 t Lizenzen. Insgesamt vergab die Kommission in diesem Vermarktungsjahr für 24,6 Mio. t Exportlizenzen (Vj. 19,2 Mio. t). Neuerntige Ware wurde am Ende der ersten Maiwoche an der Pariser Börse mit 214 €/t gehandelt. Ab Station werden den Landwirten Brotweizenpreise für die Ernte 2013 von 195 bis 205 €/t genannt. Die Ernteerwartungen für die Nordhalbkugel stehen zwischen der Rekordaussaatfläche und dem Wetter.
Rekordernte in Anmarsch
In seinem jüngsten Monatsbericht prognostiziert der internationale Getreiderat (IGC) aus London einen Anstieg der weltweiten Getreideernte gegenüber dem Vorjahr um 125 Mio. t auf ein Rekordniveau von 1.906 Mio. t. Dies steht auch im Vergleich zur Rekordernte 2011 mit 1.851 Mio. t. Gleichzeitig erwartet ......
Ölsaatenmarkt: Alte Ernte ausverkauft (21. April 13)
Seit Ostern ist an den internationalen Ölsaatenmärkten ein Aufwärtstrend zu beobachten. In Chicago stieg der Kurs für die Maibohne 20 $/t auf 525 $/t und für das Maischrot um 20 $/t auf 455 $/t. Auch der Raps ist an den internationalen Märkten gefragt. Im kanadischen Winnipeg kletterte der Mairaps im gleichen Zeitraum umgerechnet um 15 €/t auf 478 €/t. Im Exporthafen in Vancouver müssen die Exporteure bereits 515 €/t zahlen. In Paris erreichte der Mairaps wieder das Kursniveau von 480 €/t. Auch die deutschen Ölmühlen bezahlen bundes-weit mit 480 bis 485 €/t um ca. 13 €/t mehr als vor Ostern. Während sich der Anstieg für die eingelagerte Ware 2012 abgeschwächt auf die Ernte 2013 übertragen hat, ist in Chicago ein Kursrückgang zu beobachten. In Paris stieg der Augustraps um 10 €/t auf 436 €/t und in Win-nipeg der Novemberraps um 3 €/t auf 419 €/t. Dagegen fiel die Novemberbohne um 10 $/t auf 445 $/t (340 €/t). Der aktuelle Aufwärtstrend hat in Anbetracht der hohen südamerikanischen Ernte viele Marktteilnehmer überraschend. Im Folgenden werden die Marktzusammen-hänge näher erläutert.
Höhere Vorräte
Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seinem Aprilbericht die welt-weite Ölsaatenproduktion gegenüber der Vormonatsprognose um 2 Mio. t auf ein neues Rekordniveau von 469 Mio. t angehoben. Dies sind 28 Mio. t mehr als im Vorjahr. Durch die hohe Ernte soll sich die Vorratssituation weiter ......
