Marktkommentar - News für KW 20/2012 - Region Schleswig-Holstein


Rekordverdächtige US-Ernte – Kleine Ernte in Europa (6. Mai 2012)

In den USA wächst das Getreide unter idealen Witterungsbedingungen heran. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) berichtet in ihrem wöchentlichen Bericht über die Vegetationsentwicklung bei Getreide und Ölsaaten über eine hervorragende Pflanzenentwicklung beim Weizen. So wurden Ende April 64 % der Weizenpflanzen als gut bis sehr gut eingeschätzt. Dies steht in Vergleich zu 34 % im Vorjahr. Dagegen wurden nur 10 % der Weizenfelder als schwach bis sehr schwach klassifiziert, nach 41 % im Vorjahr. Auch beim Sommerweizen zeichnet sich ein guter Start in die Vegetation ab. Mittlerweile sind 74 % der prognostizierten Flächen (Vj. 30 %) ausgesät und 30 % (Vj. 8 %) sind bereits aufgelaufen. Die Maisaussaat ist ebenfalls sehr gut vorangeschritten. Nach nur 27 % im Vorjahr sind in diesem Jahr bis Ende April bereits 53 % der erwarteten Aussaatfläche bestellt worden.

Hohe US-Exportzahlen

Diese idealen Bedingungen spiegeln bereits die Kursentwicklung ......

Knappe Rapsversorgung in der EU-27 (29. April 2012)

Die ersten Prognosen für die EU-Rapsernte im Februar und März prognostizierten eine Erntemenge auf dem Vorjahresniveau von 19 Mio. t. Dies hat sich inzwischen geändert. Im Crop-Monitoring (Mars) der EU-Kommission wurde Mitte April der erwartete Durchschnittsertrag für die EU-27 um 1,4 dt/ha auf 28,8 dt/ha verringert. Damit fällt der EU-Durchschnittsertrag im dritten aufeinander folgenden Jahr unter die Marke von 30 dt/ha. Im Rekordjahr 2009 lag der Durchschnittsertrag noch bei 33 dt/ha. Als Ursache für die geringere Ertragserwartung in 2012 wird die Trockenheit vor allem in Südosteuropa sowie die Auswinterungsschäden genannt. So wurde für Ungarn die Ertragserwartung um 3,2 dt/ha auf 21,8 dt/ha reduziert. Für Deutschland hat Mars die Ertragserwartung aufgrund von Auswinterung, Trockenheit und Boytritis von 37 dt/ha auf ....

Getreide weiter knapp (29. April 2012)

Die Getreidepreise sind in Deutschland im letzten Monat weiter angezogen. Deutschlandweit wird für Brotweizen franko Verarbeiter mittlerweile zwischen 210 bis 230 €/t bezahlt. Dabei werden im Norden des Landes die höchsten Preise gewährt. Der Brotweizenmarkt derzeit vom Markt für Futtergetreide getrieben. So wird für Futterweizen und Mais in den nordwestdeutschen Veredlungsregionen zwischen 235 und 240 €/t bezahlt und für Futtergerste 235 €/t. Dieses hohe Niveau strahlt bis in die ostdeutschen Produktionsregionen und nach Süddeutschland. Der Aufwärtstrend am deutschen Markt wird auch an den Preisaufschlägen im Vergleich zur .......

Knappes Angebot (22. April 2012)

Die Angebotssituation am internationalen Ölsaatenmarkt hat sich in den letzten Wochen weiter verschärft. Die Erträge in Südamerika sind enttäuschend, in Nordamerika hat die Sojabohne das Rennen um die Aussaatfläche gegen den Mais verloren und in Europa wird eine weitere niedrige Rapsernte erwartet. Durch das knappe Angebot setzte sich weltweit an den Börsen und den regionalen Märkten der Aufwärtstrend fort. In Chicago stieg der Kurs der Maibohne seit Ende März um 25 $/t auf 403 $/t und für Maischrot um 32 $/t auf 444 $/t. In Paris stieg der Rapskurs um 20 €/t und übersprang für den Mairaps die 500-€-Marke. Diese hohen Kurse spiegeln sich in den Preisen franko Ölmühle wider. Die Ölmühlen zahlten in der dritten Aprilwoche zwischen 490 bis 500 €/t. Im Folgenden wird die aktuelle Situation am Ölsaatenmarkt analysiert.

Sinkende Vorräte

In seinem Aprilbericht hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die weltweite Ölsaatenproduktion gegenüber der Vormonatsprognose um weitere 5 Mio. t auf .....