Marktkommentar - News für KW 08/2012 - Region Schleswig-Holstein


Weizenvorräte auf Rekordniveau

Seit Jahresbeginn konnte in Europa an den Börsen in London, Paris und Budapest ein Aufwärtstrend beobachtet werden. Der Märzkurs in Paris überschritt beim Mahlweizen kurzfristig die 220-€-Marke, der Futterweizen in London und der Brotweizen in Budapest die 200-€-Marke. Dagegen war an den US-Börsen kein eindeutiger Trend zu erkennen. In Chicago bewegten sich die Kurse bis Anfang Februar zwischen umgerechnet 175 bis 185 €/t. Die hohen Börsenkurse in Europa übertrugen sich auf die regionalen Märkte in Deutschland. Franko Verarbeiter wurden landesweit zwischen 195 und 220 €/t für Brotweizen bezahlt. Dabei wurden die höchsten Preise im Norden und die niedrigsten im Süden des Landes erzielt. In der zweiten Februarwoche bröckelten bereits die Marktpreise um 5 bis 10 €/t. Zur Beurteilung der weiteren Marktentwicklung werden die aktuellen Einflussfaktoren beschrieben.

Geschäft mit dem Winter

Der heftige Wintereinbruch mit Temperaturen europaweit von -20° C bis -30°C ließ Flüsse, Kanäle und Hafenanlagen zufrieren. Der Transport an die Küste war vielerorts ....

Rapspreise – 500 € in Reichweite?

Im Januar überschritt der Rapskurs in Paris erstmals die 450-€-Marke. Im September und Oktober 2011 war er bereits zweimal an dieser Marke gescheitert. Ende Januar durchbrach der Kurs dann sogar die 470-€-Marke. Die schnelle Aufwärtsbewegung weckt die Hoffnung auf einen Rapspreis von 500 €/t. Im letzten Jahr lag das Kurshoch in Paris bereits bei 525 €/t. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen zeigen, dass Landwirte vor einem Jahr einzelne Rapspartien für deutlich über 500 €/t verkauft haben. Bereits im Vorjahr wurde der Kursanstieg durch die Witterungsereignisse in Südamerika beflügelt. Im Folgenden wird die Möglichkeit eines weiteren Aufwärtstrends am internationalen Ölsaatenmarkt beschrieben.

Die Witterung in Südamerika

Seit Wochen blickt die Welt auf das Wetter in den Mais- und Sojabohnenanbaugebieten in Südamerika. Das Witterungsphänomen „La Nina“ hält die Märkte in Atem. Nach einer sehr langen Trockenphase im Dezember und den ersten Januartagen verbesserten erste Niederschläge die Wachstumsbedingungen der Sojabohnen in Argentinien und im südlichen Brasilien. Dies führte zwischenzeitlich zu einem Kursrückgang an den Börsen. Ende Januar war es regional allerdings wieder zu trocken. Der Blick auf das Wetterradar diktierte die Börsenkurse. Dagegen waren die Wachstumsbedingungen in den nördlichen Anbauregionen Brasiliens sehr gut. Dort beginnt in diesen Tagen die Ernte. Meteorlogen erwarten  ..........