Marktkommentar - News für KW 34/2019 - Region Schleswig-Holstein


Nachrichten aus Washington (13.08.2019)

Nach Wochen ohne nennenswerte Marktimpulse blickten alle Akteure nach Washington. Der Augustbericht des USDA‘s, dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium, wurde in der zweiten Augustwoche veröffentlicht. In den Wochen zuvor war die Marktentwicklung ruhig. Die Landwirte befanden sich in der Getreideernte und die Käufer warteten auf die Druschergebnisse. Überwiegend gute Erntebedingungen in Europa und der Schwarzmeerregionen sorgten für den üblichen Erntedruck bei den Getreidepreisen. So sanken die Kurse für den Septemberweizen an der Matif seit Mitte Juli in Paris um 6  €/t auf 170 €/t. Diese Entwicklung übertrug sich auch auf die lokalen Märkte. Die Preise für Brotweizen mit 12,5 % Protein lagen in den Ostseehäfen bei 170 €/t und im Binnenland je nach Region ab Station 10-20 €/t niedriger. Aber Fragezeichen hinter der US-Aussaatfläche für Mais und Spekulationen über eine Anhebung der Prognose für die EU-Weizenproduktion aufgrund guter Druschergebnisse ließ die Welt gespannt auf Nachrichten aus Washington warten. Im Folgenden werden die Hintergründe sowie die aktuellen Prognosen vorgestellt und die Auswirkungen auf die Getreidevermarktung erläutert.

USDA entgegen den Erwartungen 

Sehr gute weltweite Getreideernte

Gute EU-Getreideernte trotz regionaler Trockenheit

Schleppende EU-Exporte

Schlussfolgerung und Empfehlung für die Vermarktung

Sehr knappe EU-Rapsversorgung (28. Juli 2019)

Nach einer Seitwärtsbewegung in den vergangenen Monaten ist seit Anfang Juli ein Aufwärtstrend am Rapsmarkt in der EU-28 zu beobachten. In Paris hat der Novemberraps die 380-Euro-Marke im Blick. Am 26. Juli schloss er mit einem Kurs von 379 €. Franko Ölmühle wurde am Niederrhein bereits von Preisen in Höhe von 385 €/t und in Niedersachsen von 381 €/t berichtet. Bei Verkäufen ex Ernte nennen Landwirte regional Preisen zwischen 370 bis 375 €/t. Damit hat sich die Preisentwicklung am europäischen Rapsmarkt vom internationalen Ölsaatenmarkt gelöst. In Chicago fiel die Novemberbohne in der zweiten Julihälfte um 5 $/t auf 330 $/t (298 €/t) und in Winnipeg bewegte sich der Novemberraps mit 448 CAD/t (306 €/t) seitwärts. In Europa ist damit Raps im Vergleich zum Weltmarkt teuer. Im Folgenden wird die unterschiedliche Entwicklung am Weltmarkt beleuchtet.

EU-Rapsernte gesenkt

Ölmühlen unterversorgt

Zu wenig Rapsschrot

Palmölproduktion verliert an Fahrt

Reichlich Sonnenblumen

Fragezeichen hinter der Sojabohne

Schlussfolgerung für die Vermarktung