Marktkommentar - News für KW 32/2020 - Region Schleswig-Holstein


Licht und Schatten (26. Juli 2020)

Die Nordhalbkugel befindet sich mitten in der Getreideernte. Trotz des sich aufbauenden Erntedrucks bewegte sich der Kurs für den Septemberweizen an der Matif in Paris seitwärts bis leicht aufwärts. Nach einem zwischenzeitlichen Kurstief Ende Juni bei 176 €/t erholte sich der Kurs und notierte Ende der vorletzten Juliwoche bei 186 €/t. Auch die Maiskurse haben sich erholt und erlebten ab Mitte Juni eine kurze Preisrallye, als der Kurs von 166 €/t Mitte Juni bis auf 181 €/t Mitte Juli anstieg. Ende Juli notierte der Augustmais bei 175 €/t. Beim Raps ist bereits der Erntedruck zu spüren. Der Kurs für den Augustraps fiel seit Mitte Juli von 385 €/t auf mittlerweile 377 €/t. Im Folgenden werden die aktuellen Preisfaktoren bei Getreide- und Ölsaaten und deren Auswirkung auf die Vermarktung analysiert.

Laufende Getreideernte auf der Nordhalbkugel

Wechselkurs belastet Exporte

Mais ist gefragt

Rapserträge überraschen

Soja und Pflanzenöle

Schlussfolgerung für die Vermarktung


 

Zweifel an weltweite hoher Rekordernte (13. Juli 2020)

Die Regenfälle in weiten Teilen Europas sowie die US-Weizenernte führten im Juni weltweit zu rückläufigen Kursen an den Börsen. In Chicago fiel der Septemberweizen um 21 $/t auf 175 $/t und in Paris um 12 €/t auf 176 €/t. Ab Station wurden in Deutschland Preise ex Ernte von 160 bis 170 €/t genannt. Die Erwartung einer weltweiten Rekordernte verbunden mit einer Maisschwemme in den USA und ein zunehmender Wettbewerb mit der Schwarzmeerregion führten zu einer pessimistischen Markteinschätzung. Mit dem Beginn der fortschreitenden Ernte in Europa hat sich die Einschätzung geändert und der Markt hat sich gedreht. Mitte Juli stiegen die Kurse in Chicago für Weizen auf 196 $/t und in Paris auf 187 €/t. Der Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums vom 10. Juli sowie die ersten Erntemeldungen vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer stützen die veränderte Markteinschätzung.

Weltweit weniger Getreide

Vorräte mit Fragezeichen

Unsicherheit in Europa

Weniger EU-Exporte

Ausreichend Gerste

Schlussfolgerung