Marktkommentar - News für KW 10/2010 - Region Schleswig-Holstein
Schwierige Weizenvermarktung
In Europa fallen trotz des langanhaltenden Winters, eines niedrigen Eurokurses und trotz guter Exportzahlen die Weizenpreise. An der Matif in Paris fiel der Märzweizen seit Jahresbeginn um 10 €/t auf 122 €/t. Auf den regionalen Märkten gaben die Weizenpreise um 5 €/t nach. So wurde Brotweizen franko Hamburg und an der Rheinschiene Ende Februar für 125 €/t gehandelt. Im Süden und Osten Deutschlands lagen die Preise franko Verarbeiter zwischen 115 und 120 €/t. Im Gegensatz zum europäischen Markt sind in den USA nach dem Kurssturz im Januar die Kurse im Februar wieder angestiegen. Am Golf von Mexiko ist der Preis für den Soft Red Winter mit 203 $/t um 20 $/t höher als Ende Januar. Steigende Kurse in den USA und gleichzeitig fallende Kurse in Europa sind auf den ersten Blick wenig verständlich. Sie lassen sich wie folgt erklären:
USA: Mais treibt Weizen
In den USA neigt sich die Vermarktungssaison .......
Steigender Rapsmarkt trotz fallender Sojabohnen
Die erwartete Rekordernte in Südamerika drückte zu Jahresbeginn auf die Preisentwicklung am internationalen Ölsaatenmarkt. Seit Mitte Januar ist allerdings zu beobachten, dass der Rapsmarkt sich von der Marktentwicklung des Sojabohnenmarktes abkoppelt.
Die Sojabohnenkurse in Chicago fielen im Januar um 50 $/t auf 330 $/t. In der ersten Februarhälfte haben sich die Kurse um 15 $/t leicht erholt. Der Kurs für den Mairaps in Paris löste sich bereits in der zweiten Januarhälfte von dieser Entwicklung in Chicago. Mitte Februar schloß der Mairaps mit einem Kurs von 292 €/t. Besonders gefragt auf dem Ölsaatenmarkt sind in den letzten Wochen Sonnenblumen. In Budapest stieg der Kurs seit Jahresbeginn um 25 €/t auf 288 €/t. Die unterschiedliche Preisentwicklung der Ölsaaten läßt sich wie folgt erklären.
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