Marktkommentar - News für KW 30/2010 - Region Schleswig-Holstein
Steigende Preise – Was tun?
Mit dem Beginn der Hitzewelle in Europa ist weltweit ein Aufwärtstrend am Getreide- und Ölsaatenmarkt zu beobachten. In den ersten drei Juliwochen stieg der Novemberweizen in Paris von 140 €/t auf 172 €/t und der Augustraps von 310 auf 363 €/t. Dabei kratzte der Novemberweizen 2010 mit 178 €/t am 15. Juli an der 180 €-Marke und die Frühjahrsmonate 2011 hatten sogar kurzfristig diese Marke übersprungen. Ein ähnliches Bild zeigte der Rapskontrakt, der am gleichen Tag in allen Monaten die 370 €-Marke erreichte, bevor am Folgetag der Markt um 8 €/t fiel. Das Auf und Ab bezeichnen Börsianer als Jojo-Effekt. Diese hohen Schwankungen finden in Paris bei sehr hohen täglichen Börsenumsätzen statt. So wurden allein am 16. Juli 44.000 Weizenkontrakte (2,2 Mio. t) und 14.600 Rapskontrakte gehandelt (730.000 t). Während zu Beginn des Aufwärtstrends in der 1. Juli Woche der Kontraktbestand (Open interest) beim Weizen nahezu konstant geblieben ist, stieg er in den letzten 2 Wochen um 36.000 Positionen (34%) auf 142.000. Auch beim Raps konnte in Paris trotz des auslaufenden Augustkontraktes ein Anstieg um 17 % auf 75.000 beobachtet werden. Die deutliche Zunahme des Kontraktbestandes ist ein Indikator für einen Fortbestand des Aufwärtstrends. Die Börsen in Chicago, Winnipeg, London und Budapest folgten der Bewegung in Paris. Während der derzeitigen Hitzeperiode gehen die Marktbewegungen von Paris aus. Sie hat die Preisleitfunktion übernommen. Bevor die amerikanischen Börsen eröffnen, schauen die sich Amerikaner die europäische Entwicklung an bevor der Handel startet. Diese Beobachtung konnten wir schon während der Hausse 2007 machen.
Zeitverzögert
Die regionalen Kassamärkte ...........
Hitze treibt Getreidepreise
Noch zu Beginn der letzten Junidekade waren die Gedanken bei einer verspäteten Ernte und deren mögliche Folgen für die Betriebsorganisation hinsichtlich des Drusches und vor allem für die nachfolgende Rapsaussaat. Die einsetzende Hitzewelle zum Monatswechsel veränderte europaweit das Bild. Von Großbritannien über Frankreich bis nach Rumänien leidet das Getreide unter den hohen Temperaturen. Vor allem auf den leichten Standorten ist mit deutlichen Ertragsrückgängen zu rechnen. In Südosteuropa hat die Gerstenernte begonnen. Dort werden Gerstenpreise von 80 bis 95 €/t genannt. Sogar auf den leichten Standorten im Süden und Südosten Deutschlands wurde Gerste gedroschen. Die ersten Ergebnisse zwischen 50 und 70 dt/ha bei schwachen Hektolitergewichten zwischen 55 und 60 sind nicht repräsentativ. Dort sollen Gerstenpreise von 90 bis 100 €/t bezahlt worden sein.
Kurssprung in Paris
Die Hitzewelle hat besonders in Paris zu einem regen Handel bei einem deutlichen Kursanstieg geführt. In der 26. Kalenderwoche stieg der Weizenkurs von 140 €/t auf 150 €/t. Es wurden insgesamt 90.000 Weizenkontrakte in Paris gehandelt. Dies entspricht einer Menge von 4,5 Mio. t. Allein am Mittwoch war der Kursanstieg von 5 €/t mit einem Handelsvolumen von 1,3 Mio. t Weizen verbunden. Interessant ist dabei der Blick auf die Anzahl der offenen Kontrakte. Sie blieben mit 106.000 Kontrakten gegenüber der Vorwoche nahezu konstant. Normalerweise nehmen im Aufwärtstrend die Anzahl der offenen Positionen zu. Das derzeitige Verhalten läßt darauf schließen, dass zum einen heftig an der Börse spekuliert wurde. Es scheinen sich viele ..............
